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Die unrealistische Revolution

Die US-Regierung und die arabische Reformbewegung

In einer Geheimdepesche der US-Botschaft in Kairo von Dezember 2008 beschreibt die damalige Botschafterin Margaret Scobey ihr Gespräch mit einem Anführer der Jugendbewegung. Dieser gilt als zuverlässige Quelle für Menschenrechtsverletzungen.

Der junge Ägypter hatte Anfang Dezember 2008 auf Einladung des amerikanischen Außenministeriums an einem Gipfel des "Bündnisses für Jugendbewegungen" in New York teilgenommen und danach zahlreiche politische Gespräche in Washington geführt.

Der Aktivist erklärte der überraschten Botschafterin, dass zahlreiche ägyptische Oppositionsgruppen - darunter mehrere Parteien, die Menschenrechtsorganisation Karama, Gewerkschaften, die sozialistische Revolutionsbewegung, aber auch die Muslimbruderschaft - einen Plan entwickelt hätten, um Präsident Hosni Mubarak noch vor den Parlamentswahlen im September 2011 aus dem Amt zu vertreiben und "den Übergang zu einer parlamentarischen Demokratie mit einem weniger mächtigen Präsidenten, dafür aber gestärktem Premierminister und Parlament" zu organisieren. Botschafterin Scobey hielt diesen Plan jedoch - wie sie nach Washington schrieb - für "höchst unrealistisch".

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