Sehnsucht, Safari, Sambesi

Wilder Fluss im Herzen Afrikas

Ein paar Schritte auf der sandigen Piste, dann hebt Heiko Held auch schon ab: Mit seinem Ultraleichtflieger steuert er über die mächtigen Victoria-Fälle, an denen der Sambesi-Strom über hundert Meter in die Tiefe stürzt. Seit 12 Jahren lebt Heiko Held am Sambesi, dem „mighty river“, dem mächtigen Fluss Afrikas. Er zeigt Touristen sein ganz persönliches Paradies und ist sich sicher: „Wer einmal Sambesi-Wasser getrunken hat, der kommt immer wieder.“

Atemberaubende Natur, eindrucksvolle Tierwelten im Chobe-Nationalpark, gigantische Stauseen oder die weltbekannten Victoria-Fälle: Der Sambesi ist nicht nur Lebensader des südlichen Afrikas, sondern auch Geheimtipp für Weltenbummler. Sie erwartet eine spannende Mischung aus gelebter Kolonialgeschichte und touristengerechten Abenteuern.

Die neuen Zeiten am Sambesi

Doch so groß die Chancen, so groß sind auch die Gefahren der neuen Zeiten am Sambesi: „Wir wollen lieber den Wandel managen als vom Wandel gemanagt zu werden“, bringt es Chief Mukuni auf den Punkt. Das traditionelle Oberhaupt des Toka-Leya-Volkes verdient gut an Touristen, die zu den Victoria-Fällen kommen. Und Chief Mukuni sonnt sich gerne im neu gewonnenen Reichtum – dann etwa, wenn er in traditionellem Gewand der edlen Strechlimousine entsteigt und ein Hotel chinesischer Investoren einweiht.
Die neuen Zeiten am Sambesi – sie sind auch für Silke und Curt eine Herausforderung und gleichzeitig eine Gratwanderung: Im Nordosten Namibias organisieren sie Hausboot-Safaris. Einerseits wollen sie so Geld verdienen. Andererseits hoffen sie, dass nicht allzu viele Touristen den Sambesi entdecken, „damit der Fluss seinen ursprünglichen Charakter nicht verliert“.
Auch weiter stromabwärts – in der Provinz Tete in Mosambik – wird der Zwiespalt deutlich: Seit dort Kohle entdeckt wurde, hat sich das Gesicht des kleinen, verschlafenen Städtchens verändert. Firmen von überall auf der Welt sichern sich verheißungsvolle Förder-Gebiete. Doch längst nicht alle profitieren vom Rohstoff-Boom: Viele müssen den Kohlebaggern weichen, versprochene Ausgleichszahlungen bleiben aus – Armut droht.

Südafrika-Korrespondent Timm Kröger und sein Team reisen tausende Kilometer von der Sambesi-Quelle bis zur Mündung in den Indischen Ozean, zeigen ein Afrika zwischen Naturschönheiten und Wirtschaftsboom, kommen den Menschen am Fluss nahe und machen den Zuschauern „zwischen den Jahren“ Appetit auf einen Besuch im südlichen Afrika.

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