Drei Filme, ein Label

Dreiteilige Doku: Schicksalhafte Ereignisse der jüngsten Vergangenheit

"An einem Tag in..." - ein Label, drei Filme: Sie alle beschreiben, wie sich bestimmte Entscheidungen - mal politisch, mal ökonomisch motiviert - dramatisch auf das private Schicksal von Menschen auswirken können. Die Reihe widmet sich dabei herausragenden Ereignissen der jüngeren Vergangenheit: der Loveparade-Katastrophe in Duisburg, dem Minendrama in Chile und dem Bombenangriff von Kunduz.

"An einem Tag in Duisburg" erzählt, wie es am 24. Juli 2010 zur Katastrophe auf der Duisburger Loveparade kam. Überlebende und Verantwortliche erzählen: eine junge Frau, die damals schwer verletzt wurde und nun um ihre Existenz bangt; ein Vertreter, der arbeitslos wurde, weil er nicht damit fertig wird, unter Toten begraben gewesen zu sein. Aber auch Politiker, Experten und der Veranstalter kommen zu Wort. Interviews und neue Videoaufnahmen werden durch Spielszenen ergänzt.

Die Autoren Dirk Kämper, Ute Waffenschmidt und Thomas Münten sowie der Regisseur Kaspar Heidelbach ("Das Wunder von Lengede") geben ein anschauliches Bild der tragischen Ereignisse.

"An einem Tag in Chile"

"An einem Tag in Chile" zeigt das Minendrama von Chile, wie es keiner gesehen hat. Wie war die dramatische Zeit unter Tage, bis die 33 "Mineros" entdeckt wurden? Wie war das Leben zwischen Bangen und Hoffen?

Der Südamerika-Korrespondent Andreas Wunn hat die Minenarbeiter jetzt noch einmal besucht und mit ihnen über ihre Erinnerungen gesprochen. Der Film rekonstruiert diese Zeit der Ungewissheit. In einer Parallelmontage schaut er auf die laute, aufgeregte Welt oben und die stille, bedrückte wankelmütige Stimmung der Männer im Berg. In den Interviews werden die Situationen dieser einzigartigen Rettungsaktion aus den verschiedenen Blickwinkeln rekapituliert und analysiert.

"An einem Tag in Kunduz"

"An einem Tag in Kunduz" rekonstruiert die Ereignisse des 3. und 4.September 2009 in Kunduz, Afghanistan. Damals wurden zwei Tanklastzüge von Taliban-Aufständischen entführt. Die Lkw bleiben auf einer Sandbank nicht weit vom Lager der deutschen Soldaten stecken.

Der Kommandeur des deutschen Feldlagers sieht darin eine ernsthafte Bedrohung durch ein mögliches Attentat. Personell und materiell schlecht ausgestattet, fordert er Luftunterstützung an und veranlasst aufgrund nachrichtendienstlicher Informationen und ohne direkte Sicht auf den Schauplatz zum Schutz seiner ihm anvertrauten Soldaten letztendlich einen Bombenangriff. Das alles schildert der Film in einer packenden Abfolge von Spielszenen, Interviews und Experten-Statements.

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