"In Verantwortung für den Anderen"

Eröffnungsfeier zur Woche der Brüderlichkeit

Seit 60 Jahren richten die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit die "Woche der Brüderlichkeit" aus. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto: "In Verantwortung für den Anderen".

Nikolaus Schneider
Nikolaus Schneider Quelle: dpa

Auf der zentralen Eröffnungsfeier zur Woche der Brüderlichkeit werden alljährlich Persönlichkeiten für ihr Engagement im christlich-jüdischen Dialog mit der "Buber-Rosenzweig-Medaille" ausgezeichnet.

Preisträger Nikolaus Schneider

In diesem Jahr erhält Präses Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Medaille. Schneider hatte maßgeblichen Anteil am Prozess der "Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden". Immer wieder betonte er, dass die Kirche nicht an die Stelle, sondern an die Seite des Gottesvolkes Israel getreten ist. Als Ratsvorsitzender der EKD hat Präses Schneider zudem immer wieder auf das Juden und Christen gemeinsame Anliegen hingewiesen, "gegen jedes Wiedererstarken von Rassismus und Antisemitismus" einzutreten.

Die jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929), nach denen der Preis benannt ist, haben dem dialogischen Denken bis heute starke Anregungen gegeben, die für die moderne jüdische und christliche Theologie richtungsweisend sind. Ebenso hat Nikolaus Schneider neue Maßstäbe für die Wahrnehmung jüdischer Theologie gesetzt und ihrem Verständnis aus christlicher Sicht starke Impulse verliehen.

Die Laudatio hält Frank-Walter Steinmeier. Das ZDF überträgt eine Zusammenfassung der Feier, die von Gundula Gause moderiert wird, aus dem Gewandhaus in Leipzig.

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