Kaiser, Mörder, Heiliger

Konstantin der Große

Konstantin der Große ist in die Geschichte eingegangen als der erste christliche Herrscher und Wegbereiter des Christentums. "In diesem Zeichen wirst Du siegen", soll ihm Christus - so die Legende - im Jahr 312 in einer Vision prophezeit haben und meinte damit das Kreuz. Konstantin siegte in der berühmten Schlacht an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms. Das war vor genau 1700 Jahren. Doch die Spuren, die Konstantin der Große hinterlassen hat, sind widersprüchlich. Wir begeben uns auf Spurensuche.

Im Jahr 326 nach Christus bereitet sich ganz Rom auf das zwanzigjährige Regierungsjubiläum von Kaiser Konstantin vor. Aus dem ganzen Reich sind die Gäste geladen, allen voran die kaiserliche Familie. Auch Crispus, der älteste Sohn des Kaisers, macht sich auf den Weg aus dem fernen Istrien, dem heutigen Kroatien. Crispus ist ein erfolgreicher Feldherr und Caesar, ein Jungkaiser. Für seinen Vater hat er große und entscheidende Schlachten gewonnen. Alle sehen in ihm den Nachfolger von Kaiser Konstantin. Doch Crispus wird Rom nie erreichen, er stibt durch Gift. Wer hat ihn umgebracht?

Im engsten Umfeld des Kaisers geschehen weitere, mysteriöse Morde. Betroffen sind vor allem die Familie und auch persönliche Freunde. Fausta, die noch junge Frau Konstantins, erstickt auf tragische Weise im Bad. Warum muss sie sterben? Eine Verschwörung? Eine Familientragödie? Die Spuren führen zu Kaiser Konstantin. Im ganzen Reich kommt es im Jahr 326 nach Christus zu einer Serie von Morden, der auch angesehene Senatoren und Freunde des Kaisers zum Opfer fallen.
Auch hier steht der römische Kaiser unter Verdacht.

Erster christlicher Herrscher

Konstantin der Große ist in die Geschichte eingegangen als der erste christliche Herrscher. Mit ihm beginnt der Aufstieg des Christentums. Wer war er wirklich? "In diesem Zeichen wirst Du siegen", soll Christus dem Konstantin in einer Vision vor der berühmten Schlacht an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms prophezeit haben. Konstantin habe darauf das Kreuz auf die Schilde seiner Soldaten malen lassen und gesiegt. Das war vor 1700 Jahren, 312 nach Christus und ging als die so genannte Konstantinische Wende in die Geschichte ein.

Der Petersdom, heute eines der prächtigsten Bauwerke der Welt, geht auf Konstantin zurück. Halb Italien soll der Kaiser dem Bischof von Rom als Kirchenstaat geschenkt haben. Der unabhängige Vatikanstaat ist ein letzter Rest davon. Auf den Mauern des alten Byzanz gründet der Kaiser Konstantinopel neu, das heutige Istanbul. Die Stadt Trier erblüht unter Konstantin zur prachtvollen Residenz. In Jerusalem lässt er auf dem Grab Jesu eine Kirche erbauen. Die Ostkirche verehrt ihn noch heute als Heiligen.

Nichts als Legenden?

Die Spuren, die Kaiser Konstantin hinterlassen hat, sind voller Widersprüche. Die frühen Biographien sind christliche Lobredner. Legenden haben das Bild des Herrschers über Jahrhunderte ausgeschmückt. Auch die jüngste Forschung ist gespalten: War Konstantin wirklich Christ, oder benutzte der allmächtige Kaiser Christus als Kriegsgott zur Festigung seiner Herrschaft? Der Film nimmt die Zuschauer auf eine Spurensuche an faszinierende und prachtvolle Orte der antiken römischen Welt mit. Führende Wissenschaftler und Schlüsselszenen aus dem Leben des Konstantin führen zu überraschenden Erkenntnissen und Antworten.

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