17.000 Kilometer Kanada (2)

Wölfe, Freiheit, Killerwale

17.000 Flugkilometer, sechs Wochen im Sommer, sind Johannes Hano und sein ZDF-Team in Kanada unterwegs, dem zweitgrößten Land der Erde.
Es ist eine Reise an die entlegensten Orte und die kulturellen Zentren eines Landes, das für viele ein Sehnsuchtsort ist, voll magischer Schönheit und Hoffnung auf ein besseres Leben. Und doch ist vieles anders als es scheint.
Es sei ein „einzigartiges Erlebnis, eine Chance sein eigenes Land einmal richtig kennenzulernen, eine Gelegenheit, die sich so schnell nicht wieder bietet “, schwärmt John Tory, der Pilot, der das Team die ganze Zeit begleitet.

„17.000 Kilometer Kanada“ ist eine Momentaufnahme aus dem kanadischen Sommer, die deutlich werden lässt, wie groß und verschieden dieses Land ist. Die Reisereportage zeigt auch, wie die Menschen die ganz unterschiedlichen Herausforderungen annehmen und niemals aufgeben, immer auf der Suche nach einem besseren Leben

Wölfe, Freiheit, Killerwale

Kanada 17.000 km  8
Elch- und Karibu-Geweihe am Ufer des Porcupine River, Old Crow, Yukon. Quelle: ZDF/Michele Parente

Der zweite Teil von „17.000 Kilometer Kanada“ führt das ZDF-Team durch Kanadas wilden, einsamen Westen über Vancouver zurück nach Montreal und es werden die Widersprüche deutlich, die das moderne Kanada zu schultern hat. Von den Vuntut Gwitchin und Cree Indianern über die Ölfelder Albertas zu den Einwanderern aus China in Vancouver und der grandiosen Natur der Pazifikküste British Columbias bis in das kulturelle Zentrum Montreal.
In Old Crow begleitet Johannes Hano mit seiner Crew Harald Frost vom Stamm der Vuntut Gwitchin. Er gilt als bester Jäger der Vuntut Gwitschin und er sieht sich im Einklang mit der Natur, wenn er stolz die Felle seltener Blauwölfe präsentiert. Das sei nun mal Ihr Leben seit tausenden von Jahren, meint Harald Frost. Mit dem vermeintlichen Fortschritt würde sich die Unfreiheit immer weiter in den Norden fressen. Helm- und Gurtpflicht und die Waffe nicht mehr auf der Rückbank transportieren. „Die Freiheit der Menschen hier oben wird immer mehr eingeschränkt, erzählt Ingrid, die vor mehr als 60 Jahren in Kanadas Westen eingewandert ist.
In Alberta ist das Team sieben Stunden mit Roy vom Stamm der Chipewyan auf dem Athabasca River unterwegs – immer auf der Hut, nicht von den Sicherheitskräften der Ölkonzerne aufgegriffen zu werden. Die haben nämlich kein Interesse an Bildern der völligen Zerstörung einer einst grandiosen Landschaft. Sie treffen sich mit den Chiefs der Chipewyan und Cree. Während die einen die Ölfelder bekämpfen wollen, bemühen sich die anderen, in den Vorstand der Konzerne zu kommen. Doch sie eint der Wille nach sauberem Wasser, denn die Erkrankungen an Krebs sind in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen.
Auf der andern Seite der Rocky Mountains- in Vancouver- erlebt das ZDF-Team, dass Einwanderung auch in Kanada nicht ohne Probleme funktioniert. Viele fühlen sich durch die Welle reicher chinesischer Einwanderer an den Rand gedrängt, denn Immobilien würden unbezahlbar und in den Läden könne sie für „ihre Übergröße nichts mehr finden“, erzählt Kerry Starchuk.
Im Norden Britisch Columbias versucht unterdessen der Fotograf und Umweltschützer Ian McAllister den letzten intakten Regenwald der Nördlichen Hemisphäre gegen Pipelines und Tanker zu schützen, die in Zukunft Öl durch das noch intakte Ökosystem transportieren sollen. Durch Film und Fotoaufnahmen und dutzende Unterwasserkameras, die rund um die Uhr live über das Internet senden, will McAllister die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur dokumentieren. Damit sollen die Menschen aufgerüttelt werden, diese Schönheit zu bewahren.
„Wenn Kanada, wenn wir das nicht schaffen, wer denn sonst?“ fragt McAllister. Die ZDF- Crew begleitet Ian McAllister zu Wölfen und Killerwalen und wird Zeuge eines einzigartigen Naturspektakels
Die Reportage endet schließlich in Montreal - nach mehr als 17.000 geflogenen Kilometern - an einem Ort, in dem man sich mehr wie in Europa vorkommt als in Nordamerika . Das Team begleitet die kanadische Newcomer Band „Mentana“ aus Quebec vom Übungsraum bis zum Auftritt auf dem Montreal Jazzfestival am Ende einer Reise durch den kanadischen Sommer, durch ein Land, das in seiner Vielfalt wohl einzigartig ist.

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