Kerker des Geistes

Die geheime Inquisition (Zweiter Teil)

Im Januar 1998 öffnete der Vatikan erstmals die geheimen Archive der Inquisition - für wenige eingeweihte Forscher, unter ihnen der neuseeländische Gelehrte Peter Godman. Und erstmals und exklusiv durfte für das Doku-Drama "Die geheime Inquisition" in diesen Räumen gedreht werden.

Der zweite Teil der Dokumentation erzählt von den geheimen Machtkämpfen zwischen Päpsten und der Inquisition in der Zeit zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und dem Zeitalter der Aufklärung.

Bücher auf dem Scheiterhaufen

Die Kirche sieht sich nicht mehr von Ketzern, sondern von Wissenschaftlern und Philosophen bedroht. Nicht mehr Menschen, sondern Bücher landen nun auf dem Scheiterhaufen. Der Film zeigt den Versuch von Kardinal-Inquisitor Robert Bellarmin (gespielt von Peter Rühring), den großen Gelehrten Galileo Galilei (Manfred Andrae) vor der Inquisition zu schützen. Bellarmins Mühe ist umsonst: Nach dem Tod seines Fürsprechers wird Galilei vor das Tribunal gezwungen und muss seinen Lehren abschwören.

Ein Jahrhundert später unternimmt der Inquisitor und Papst Benedikt XIV. (Dieter Mann) eine radikale Reform der Inquisitionsbehörde. Doch der mutige Papst steht mit seinen Plänen bald allein, wird selbst von seinen Freunden verraten und unterliegt zuletzt im Kampf mit dem intriganten Inquisitor Ganganelli (Michael Hornig). Die überraschende Erkenntnis: Selbst der Papst war häufig ohnmächtig gegenüber der Inquisition, auch wenn er dieser Institution eigentlich als oberster Dienstherr vorstand.

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