Kick it like Dante

Lutz Pfannenstil trifft Brasiliens Ballkünstler

Brasilien, das selbsternannte Mutterland des Fußballs! Am Eröffnungstag der Fußball-WM unternehmen wir eine Reise zum Mittelpunkt des Balls, eine Reise zu den Austragungsorten und zu den berühmten Söhnen dieser Städte. Unser Reiseführer ist der Globetrotter des Fußballs schlechthin: Lutz Pfannenstiel, der im „Guinness Buch der Rekorde“ als der Profifußballer steht, der auf allen sechs FIFA-Kontinenten sein Geld verdient hat. Zudem ist der Niederbayer aus Zwiesel der einzige deutsche Profi, der je in Brasilien gespielt hat. Pfannenstiel besucht seine Freunde und entdeckt für uns Brasilien.

Ein Brasilien ganz im Zeichen des Balls. FC Bayern-Spieler Dante empfängt ihn in seiner Heimat Salvador da Bahia, in der afrikanischsten aller brasilianischen Städte. Bis 1763 war Salvador sogar die Hauptstadt des Landes. Hier kam der größte Teil der rund fünf Millionen Afrikaner an, die von den Portugiesen aus Westafrika in die Sklaverei verschleppt wurden. Dantes Afrolook ist Kult, die wohl berühmteste Haarpracht der Bundesliga. Lutz geht zu Dantes Friseur, in Begleitung von Dantes Vater, einem Kunstrestaurator. Der war seit vierzig Jahren nicht mehr beim Friseur; entsprechend lang sind seine Dreadlocks.

Fußballer unter sich

Überall dort, wo er hinkommt, wird Lutz Pfannenstiel mit seinen Gastgebern schnell warm; Fußballer unter sich: Sie verstehen sich, sprechen dieselbe Sprache. Und jeder der aktuellen oder ehemaligen Fußballstars präsentiert seine Stadt auf seine Weise: Zico zeigt Lutz Pfannenstiel sein Rio, den Strand und den Karneval. Raffael und Ronny führen ihn in ihr Lieblingsrestaurant in Fortaleza, nachdem sie auf dem Golfplatz zunächst seine Tauglichkeit als Caddy getestet haben. Dédé lädt Lutz zum Picknick mit Musik an einem Wasserfall ganz in der Nähe von Belo Horizonte. In Cuiabá wird unser Reiseleiter von Ailton versetzt, landet stattdessen mitten auf der WM-Baustelle und fragt sich, ob das wohl alles rechtzeitig fertig wird. Rivaldo schließlich, der Alptraum Oliver Kahns im WM-Finale 2002, schwärmt von seiner Heimatstadt Recife. Von der WM jedoch hält er nicht viel; das Geld dafür werde woanders dringend benötigt – im maroden Gesundheitssystem etwa, mit dem sein Vater schlechte Erfahrungen nach einem Unfall machte.

So entsteht ein Roadmovie im Fußballer-Milieu, ein sehr spezielles Bild des Gastgeberlandes Brasilien mit seinem tropischen Charme und seinen vielen Widersprüchen.

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