Küsten, Künstler, Kommissare

Auf den Spuren von Commissaire Dupin und Autor Bannalec im Finistère

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Geheimnisse am Ende der Welt. Auf den Spuren von Kommissar Dupin und zu den schönsten realen Orten der Romanwelten von "Bretonische Verhältnisse" und "Bretonische Brandung" im Finistère.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.07.2020, 23:59

Seit der Krimiautor Jean-Luc Bannalec 2012 und 2013 seine Bestseller "Bretonische Verhältnisse" und "Bretonische Brandung" veröffentlicht hat, zieht es immer mehr Deutsche ans "Ende der Welt" - in das westlichste französische Départment Finistère. An Orten wie Pont-Aven, Concarneau oder den vorgelagerten Glénan-Inseln wollen sie die "Tatorte" aufsuchen, an denen Kommissar Georges Dupin ermittelt hat. Auf Spurensuche mit dem bretonischen Schauspieler Philippe Jacq zu den schönsten realen Orten der Romanwelten.

"Finistère" heißt das westlichste Departement Frankreichs. "Finis terrae", Ende der Erde, nannten schon die Römer die abgelegene Halbinsel im Südwesten der Bretagne. Umtost vom Atlantik, erstrecken sich hier einige der gefährlichsten Küsten der Welt. Das einst keltische Land der Menhire, Dolmen und Druiden blieb lange nahezu unberührt von fremden Einflüssen. Erst im 19. Jahrhundert entdeckten Künstler wie Paul Gauguin diese magischen, geheimnisschwangeren Landschaften. Im pittoresken Hafenstädtchen Pont-Aven entstand eine Künstlerkolonie, die als "Schule von Pont-Aven" in die Geschichte einging.

Seit knapp drei Jahren haben deutsche Touristen - genauer gesagt: deutsche Krimi-Leser - ganz bestimmte Orte des Finistère fest im Fokus. Seit Jean-Luc Bannalec seine Bestseller "Bretonische Verhältnisse" und "Bretonische Brandung" veröffentlicht hat, durchstreifen immer mehr Deutsche mit den blauen Büchern in Händen Orte wie Concarneau, Pont-Aven oder die vorgelagerten Glénan-Inseln. Sie wollen die "Tatorte" aufsuchen, an denen Kommissar Georges Dupin vom Commissariat de Police Concarneau ermittelt hat. Beide Bücher sind Dauerbrenner auf dem deutschen Buchmarkt geworden. Die Zahlen deutscher Besucher sind um etwa 60 Prozent in die Höhe geschnellt - sehr zur Verwunderung der Bretonen, die die Romane nur vom Hörensagen kannten, denn eine französische Edition des ersten Bandes erschien erst zwei Jahre später.

Ein Fan von Kommissar Dupin ist auch der bretonisch-deutsche Schauspieler Philippe Jacq. Philippe kennt in seiner Heimat jeden Winkel und spürt dem Autor und seinem Kommissar nach. Dabei führt der Bretone den Zuschauer zu den schönsten realen Orten der Romanwelten und stellt zauberhafte Landschaften und reizvolle Städtchen vor. Philippe trifft Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit dem "kriminellen" Geschehen in Verbindung stehen, und forscht bei Freunden und Bekannten des Autors nach, der um seine Identität immer noch ein inzwischen löchrig gewordenes Geheimnis macht.

Hinter dem Pseudonym Jean-Luc Bannalec verbirgt sich ein namhafter deutscher Verlagsmanager. Bei seiner Suche nach Dichtung und Wahrheit entdeckt Philippe Jacq auch die für die Kunstgeschichte so bedeutsame Vergangenheit des Landstrichs, die untrennbar mit Paul Gauguin verbunden ist und bis heute vor allem in Pont-Aven, aber auch in Concarneau fortlebt. Schließlich dreht sich die Handlung von "Bretonische Verhältnisse" um die Fälschung eines vermeintlich unbekannten Gemäldes von Paul Gauguin. Was an der Story dran ist - Philippe Jacq findet es heraus.

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