Literatur zum Feiertag

Brot, Engel und himmlische Schwestern

Wissenswertes über das Phänomen Hostie und das unbekannte Klosterleben.

Prozession von Nonnen mit Buch
Prozession von Nonnen mit Buch Quelle: ZDF

Seifert, Oliver (Hg.)

Panis angelorum - das Brot der Engel. Kulturgeschichte der Hostie.

Jan Thorbecke Verlag, 2004
ISBN 3-7995-0134-7


Die Kulturgeschichte der Hostie war im Jahr 2004 Gegenstand einer Sonderausstellung des Museums der Brotkultur in Ulm. Das Begleitbuch hält in Wort und Bild die Entwicklung der Hostie vom gebrochenen Brot beim Letzten Abendmahl Jesu bis zur Gegenwart fest. In neun Kapiteln nähern sich verschiedene Autoren dem Phänomen "Hostie": von der Geschichte der Hostienbäckerei über die Bedeutung des Brotes in der Bibel bis zur Eucharistieverehrung. Dabei wird auch das schwierige theologische Thema der Realpräsenz Christi im gewandelten Brot nach katholischer Tradition nicht ausgeklammert.

An vielen Stellen werden Gemälde und Abbildungen aus dem Museum herangezogen, um die theologischen und philosophischen Inhalte in der kunstgeschichtlichen Rezeption der Jahrhunderte zu erschließen. Die rund 90 farbigen Abbildungen erleichtern so das Verständnis der Texte.

Boeck, Christiane

Himmlische Schwestern. Nonnen heute: Zehn Porträts

Evangelische Verlagsanstalt, 2007
ISBN 3-374-02502-2


Ordensleben im 21. Jahrhundert, ist das noch zeitgemäß? Die Theologin Christiane Boeck begibt sich auf Spurensuche. Sie besucht zehn Ordensfrauen verschiedener Orden und spricht mit ihnen über ihre Berufung und Leben, über ihre Zweifel und Freuden. Da ist die 69-jährige Schwester Adelheide, die sich darüber ärgert, dass Nonnen in der Gesellschaft oft als "Betschwestern" und "unbedarfte Frauen" hingestellt würden. Die Karmelitin und Schriftstellerin Waltraud Herbstrith wünscht sich, dass die kirchlichen Strukturen sich öffnen. Damit auch junge Menschen eine "Beheimatung in der Kirche haben".

Die Benediktinerin Benedicta erzählt, warum sie als junge Erwachsene zunächst gleichgültig gegenüber der Judenverfolgung durch die Nazis war; sich dann aber immer mehr in die Opposition begab. Im Polizeigefängnis reifte ihre Entscheidung für das Ordensleben. Weil sie in der evangelischen Kirche nicht fand, was sie suchte, konvertierte sie zum Katholizismus und trat in den Benediktinerorden ein. Mit ihren zehn Porträts ermöglicht Christiane Boeck einen Einblick in die unbekannte Welt des Ordenslebens, von kontemplativen Nonnen traditioneller Orden bis zu Schwestern von Gemeinschaften, die im 20. Jahrhundert gegründet wurden, wie Schwester Theresa von den Kleinen Kommunität Geschwister Jesu, die auch als die Skateboard fahrende Nonne bekannt ist.

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