Sexfalle K.O.-Tropfen

Die heimtückische Gefahr im Cocktail

Tatort Diskothek. Ein Mann vergewaltigte vor zwei
Jahren die damals 18-jährige Vanessa, nachdem er ihr K.O.-Tropfen ins Getränk gemischt hatte. Das Opfer ist auch heute noch stark
traumatisiert. Die ZDF-Dokumentation "Sexfalle K.O.-Tropfen - Die
heimtückische Gefahr im Cocktail" berichtet über die stark zunehmende Anzahl von Missbrauchsfällen
mit "liquid ecstasy".

Der Verband der deutschen Frauenärzte sowie hunderte Foreneinträge und wissenschaftliche Arbeiten bestätigen die steigende Zahl von Vergewaltigungen mit Hilfe von K.O.-Tropfen. Frauennotrufe schlagen seit Jahren Alarm, und auch der Suchtkontrollrat der UNO warnt inzwischen regelmäßig vor den Gefahren durch die Knockout-Tropfen. Gezielte Aufklärungskampagnen an Schulen sollen nun helfen, das Bewusstsein für die Gefahr aus dem Cocktail unter Jugendlichen zu schärfen.

Der Nachweis ist schwer

Meist nutzen die Täter als Wirkstoff "GBL" oder "GHB", das legal zu bekommen und als Billigdroge "liquid ecstasy" weit verbreitet ist. Dabei halten Ärzte den Stoff für gefährlicher als Heroin. Vor allem im Mischkonsum mit Alkohol führt er zu Bewusstlosigkeit und Gedächtnisverlust. Für die Opfer ist es später meist schwer nachzuweisen, dass sie mit K.O.-Tropfen betäubt wurden.


Denn schon nach ungefähr sechs Stunden hat der Körper den Stoff vollständig abgebaut. Hinzu kommen oft massive Schuld- und Schamgefühle: Fällt es Vergewaltigungsopfern allgemein schon schwer, Anzeige zu erstatten, ist es noch problematischer, wenn dabei K.O.-Tropfen zum Einsatz kamen. Denn dann wissen die Opfer nicht einmal, was genau mit ihnen geschehen ist.

"Sexfalle K.O.-Tropfen" von Max Rachals zeigt die wachsende Gefahr für Frauen in Clubs und Diskotheken, die dramatischen Folgen für die Opfer und die Schwierigkeiten, die Verbreitung des gefährlichen Stoffs zu verhindern.

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