Stadt, Land, Lust - Leben am Niederrhein

Nirgendwo sonst fließt Vater Rhein so ruhig und breit wie hier. Die Region Niederrhein - im Schatten des Ruhrgebiets - ist hip und bodenständig.
Anziehend sogar für junge Menschen.
Es sind die letzten deutschen Kilometer, bevor sich der Rhein Richtung Nordsee davonmacht. Er ist die Schlagader der Region und die am stärksten befahrene Wasserstraße Europas. Die Menschen lieben ihren Fluss und das eher langsame Leben. Landflucht gibt es hier nicht.

Alles ist flach: wohl deshalb ist der Niederrhein die größte Fahrrad-Touristen-Region Deutschlands. Aber auch mit dem Mofa kommt man gut voran. So wie Thomas Bernsen, der in seiner Garage alte Zündapps restauriert und damit Nostalgie-Touren anbietet.

Die Niederrheiner sind erfolgreich

Die Niederrheiner sind erfolgreich. Vor allem im sogenannten Agro-Business, dazu gehört die Blumenversteigerung in Straelen. Hier werden jährlich mehr Blumen vermarktet als sonstwo in Deutschland. Die Region ist das größte gartenbauliche Produktionsgebiet in Europa.
Ehrlich und bodenständig - die Niederrheiner bleiben gerne dort, wo sie sind, wie die Familie von Loe, die schon seit 550 Jahren hier lebt. Baron von Loe bewirtschaftet erfolgreich das Familien-Wasserschloss Wissen. Er ist Land- und Forstwirt, Hotelier und Gastronom. Ein moderner Schlossherr mit Traditionsbewusstsein. Erfolgreiche Niederrheiner sind auch die Koeppels. Die junge Familie stellt Obstsäfte in Hessen her - wohnt dort aber nicht. Für sie ist der Niederrhein schöner, hier haben sie einen typisch niederrheinischen Bauernhof, modern gestylt.
Die Kriege haben den Niederrhein wenig getroffen. Deshalb kann man hier noch viel pralle Geschichte erleben. Im mittelalterlichen Xanten z.B. oder in der Colonia Ulpia Traiana, der gut erhaltenen alten Römersiedlung. Auf dem riesigen Gelände mit Wohngebäuden, Kolosseum und Grenzmauern finden große Römerfestspiele statt.

Auch Joseph Beuys stammt von hier

Im alten Gemäuer von Schloss Moyland ist die größte Sammlung von einem der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts zu Hause: Joseph Beuys, natürlich ein Niederrheiner! Und es scheint als holten die Menschen hier auch aus dem letzten Gemäuer noch das Beste heraus. In Kalkar steht ein Atomkraftwerk, das nie ans Netz ging. Jetzt ist es ein Freizeitpark. Im Kühlturm dreht sich ein Karussell, außen am Turm kommt man über eine Kletterwand nach oben.
Nur beim Essen bleibt der Niederrheiner altmodisch. Die niederrheinische Kaffeetafel auf Gut Heimendahl z.B. ist eine gewöhnungsbedürftige Kaffee-Kombi: Rheinisches Schwarzbrot, das mit Blutwurst oder Rübenkraut, Quark oder Käse belegt ist. Dazu gibt es Pflaumenkuchen mit Sahne und Kaffee und natürlich Altbier, denn das kommt aus der Region, vom Niederrhein.

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