Tango im Vatikan

Papst Franziskus verändert die Kirche

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Seine Wahl war eine Sensation, seine Amtsführung sorgt für Schlagzeilen. Papst Franziskus steht für Aufbruch und Neuanfang. Doch was hat er konkret im ersten Jahr im Amt erreicht?

Beitragslänge:
44 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.03.2019, 00:00

Seine Wahl war eine Sensation. Seine Amtsführung sorgt für Schlagzeilen. Seine Art begeistert die Menschen weltweit. Papst Franziskus hat der katholischen Kirche in den ersten Monaten seines Pontifikats eine radikale Reform verordnet. Worin besteht diese Reform und wie will Papst Franziskus sie umsetzen?

Die Autoren ziehen eine Bilanz des ersten Jahrs der Amtszeit des argentinischen Pontifex. Es geht um die wichtigsten Ereignisse, aber auch die zentralen Themen der ersten zwölf Monate. Der Film bietet bisher unbekannte Einblicke in den Alltag des Papstes und seiner engsten Mitarbeiter.

Neues Vertrauen und Glaubwürdigkeit für die Kirche

Hohe Erwartungen lasteten auf Jorge Mario Bergoglio nach seiner Wahl zum Papst am 13. März 2013. Er soll die Kirche reformieren und sie damit nach Jahren der Skandale und Krisen wieder auf die Erfolgspur führen. Verlorenes Vertrauen und Glaubwürdigkeit sollen wieder zurückgewonnen werden. Seit der Wahl fliegen Papst Franziskus die Sympathien der Menschen zu. Seine Einfachheit und sein Regierungsstil der ersten Monate geben Anlass zur Hoffnung auf einen Aufbruch und auf Neuanfang in der katholischen Kirche. Doch ist das Ganze mehr als nur die Euphorie des Anfangs?

Packt Franziskus wirklich notwendige Reformen an bei Strukturen und Inhalt? Welche Auswirkungen haben die Veränderungen auf die Menschen vor Ort? Darüber sprechen die Autoren mit Vertrauten und Mitarbeitern von Papst Franziskus wie etwa mit einem der "neuen" Kardinäle, dem Präfekten der Vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard-Ludwig Müller, dem Moderator des Kardinalsrats, der den Papst bei der Reform der Kurie berät, Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, sowie dem Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, ebenfalls Mitglied des Kardinalsrats.

Ängste und Hoffnungen

Die Autoren zeigen aber auch, wie an der Basis Hoffnung und Ängste mit dem Pontifikat von Papst Franziskus verbunden sind. Hoffnung haben wiederverheiratete Geschiedene. Sie sehen unter dem Seelsorger-Papst Anzeichen dafür, dass die katholische Kirche ihre rigide Haltung beim Arbeitsrecht und dem Verbot des Kommunionempfangs ändern wird. Ängste haben konservative Katholiken wie die US-amerikanischen Lebensschützer. Sie befürchten, unter Franziskus könnte die Sexualmoral gegenüber Fragen nach Gerechtigkeit und Frieden an Bedeutung verlieren.

Im Gespräch mit dem Präfekten des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein, erörtern die Autoren den neuen Stil des ersten Papstes aus Lateinamerika. Experten, die die katholische Kirche seit vielen Jahren beobachten, ordnen Worte und Gesten von Papst Franziskus ein. Darunter der deutsche Journalist Joachim Frank, der unter anderem für die Frankfurter Rundschau schreibt, sowie sein französischer Kollege Jean-Marie Guénois von der Tageszeitung Le Figaro.

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