Tödliche Nachbarschaft

Wenn die Gewalt eskaliert

Jahrelanger Streit Tür an Tür. Das kostet Geld und Nerven und manchmal das Leben. Der erste Anlass ist meist nichtig, das bittere Ende öfters tödlich, wie folgende Fälle zeigen.

Polizei vor Einfamilienhaus Quelle: dpa

Zwei Tote forderte ein langjähriger Nachbarschaftsstreit im westfälischen Hamm. Ein Mann erschoss seine 65-jährige Nachbarin und verletzte ihren Ehemann schwer. Nach der Tat in dem gutbürgerlichen Viertel beging der Todesschütze Selbstmord. Anlass für den jahrelangen Streit waren nicht korrekt abgestellte Autos.


In Bremen war ein Nachbar so wütend über den Lärm aus einer Nachbarwohnung, dass er mit einem Küchenmesser einen 32 Jahre alten Mann erstach. Das Opfer gehörte zu einer Besuchergruppe, die sich laut in einer Wohnung des Hauses stritt. Der lautstarke Streit ärgerte den Nachbarn aus der oberen Wohnung so sehr, dass er mit einem Messer die Gruppe angriff. Dabei verletzte er einen Mann tödlich am Herzen.

Hessischer Heckenschütze

Im mittelhessischen Weinbach-Blessenbach schoss ein 64-jähriger Mann auf seinen 20 Jahre jüngeren Nachbarn, als dieser seine Hunde ausführen wollte. Die Schüsse verfehlten den Nachbarn nur knapp. Der Streit zwischen beiden schwelte schon lange und war gerichtsbekannt. Der Schütze wurde zu acht Jahren Haft verurteilt.

Tipp: Nachbarschaftsstreit Quelle: ZDF,imago


Tödlich endete in Gründau im Main-Kinzig-Kreis ein Nachbarschaftsstreit. Ein Freizeit-Jäger erschoß seinen Nachbarn mit einem Revolver. Nach einem gemeinsamen Gerichtstermin wollte er Rache nehmen, weil er an den Nachbarn 4000 Euro wegen Beleidigung zahlen sollte.


Musik mag nicht jeder

Einen Toten forderte ein Nachbarschaftsstreit wegen Lärmbelästigung. Im Kreis Düren schoss ein Sportschütze seinen 33 Jahre alten Nachbarn mehrmals in den Oberkörper. Der Mann starb an den Verletzungen. In der Vergangenheit hatten die Nachbarn bereits häufiger Streit über zu laute Musik und störendes Klopfen. Beide Männer lebten alleine in ihren Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus. Nun sitzt der Schütze lebenslang hinter Gittern.


In Memmingen gab es ebenfalls einen tödlichen Nachbarschaftsstreit. Ein Mann stach seinen Nachbarn mit einem Messer zweimal in den Bauch. Das Opfer verblutete. Die Nachbarn hatten seit längerer Zeit Streit in einem Mehrfamilienhaus. Beide hatten sich auch schon geprügelt. Anlass war meist laute Musik. Der Messerstecher bekam als Strafe acht Jahre Gefängnis.

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