Über geflügelte Wesen

Buchtipps zum Thema Engel

Über Engel gibt es Literatur ohne Ende. Folgende Bücher zeigen, was das Alte und Neue Testament zum Thema sagt und lassen auch spirituell und esoterisch motivierten Engelsbilder nicht aus.

aufgeschlagenes Buch und Porzellanengel Quelle: ZDF

Heinrich Krauss

Die Engel.
Überlieferung, Gestalt, Deutung

C.H. Beck Verlag (2000)


Der Autor schildert zunächst die wesentlichen Bibelgeschichten, die von Engeln handeln, wobei er deutlich die Unterscheide der Engelsdarstellungen im Alten und Neuen Testament herausarbeitet. Unterhaltsam und leicht verständlich erläutert Heinrich Kraus die historischen Ursprünge der einzelnen Engelbilder sowie deren Entwicklungsgeschichte von den Babyloniern bis ins Hochmittelalter. Den christlichen Engel-Vorstellungen stellt Kraus zudem die jüdische und islamische Tradition gegenüber. In einem eigenen Kapitel spannt er den Bogen bis in die Gegenwart und beschreibt die unterschiedlichen Ausprägungen des Engelglaubens in der modernen Kunst, Literatur und Filmgeschichte und sowie innerhalb der verschiedenen spirituellen Strömungen. Dieses 127 Seite schmale Bändchen der Becks-Reihe "Wissen" ist eine ideale Einstiegslektüre, die einen guten Überblick über das Phänomen "Engel" liefert.

Sebastian Murken, Sussan Namini

Himmlische Dienstleister

Religionspsychologische Überlegungen zur Renaissance der Engel
EZW-Texte Nr. 196/2007, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen


Der Religionspsychologe Sebastian Murken aus Trier untersucht in diesem Band die spirituell und esoterisch motivierten Engelsbilder der Zeitgeist-Menschen des 21. Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund der wachsenden Individualisierung, Vereinsamung sowie zunehmenden gesellschaftlichen Anforderungen an den modernen Menschen, analysiert er die heilbringenden Versprechungen des Engelsmarktes. Demnach haben Engel vor allem psychologische Funktionen: sie helfen, stiften Sinn und stärken das Selbstwertgefühl. Wer verstehen will, warum gerade Engel für rund Zweidrittel der Deutschen eine tröstende wie sinnstiftende Funktion haben, findet in diesem Band erhellende wie erheiternde Erklärungen.

Margaret Barker

EngelHimmlische Boten in Kunst und Religion
Knesebeck-Verlag (2005)


Die Autorin ist eine profunde Kennerin der abendländischen Kunstgeschichte sowie der klassischen Engeltradition. Auf 422 Seiten bebildert sie elementare Bibelstellen und theologische Betrachtungen über Engel mit den schönsten und kostbarsten Engel-Gemälden der Kunstgeschichte, darunter auch kaum bekannte Werke der griechisch-orthodoxen Tradition. Barkers Text- und Bild-Analysen erfassen einen Zeitraum von 2000 Jahren, in denen die Engel vor allem im klassischen Sinne als Boten und Mittler zwischen Himmel und Erde dargestellt werden. Um die Bild- und Textauswahl Margaret Barkers verstehen und genießen zu können, sollte sich der Leser bereits in das breite Themenspektrum der Angelologie eingelesen haben.

Johann Ev. Hafner

AngelologieDie Engel des Christentums in Gegenwart und Geschichte
Schöningh-Verlag (erscheint im Januar 2010)


Das 250 Seiten starke Buch erscheint zwar erst im Januar 2010. Der Autor, Professor Johann Hafner von der Universität Potsdam, hat uns aber für die Filmrecherche Einblicke in sein Manuskript gewährt. Der Titel analysiert zunächst die aktuelle Engelkonjunktur und wendet sich dann den verschiedenen Phasen des christlichen Engelsglaubens zu: vom Alten Testament bis zum Standardmodell des Mittelalters. Es setzt sich zudem mit den unterschiedlichen Ansätzen moderner Theologen und Bibelkenner auseinander, die Engel als religiöse Mittlerfiguren verstehen oder deuten. Der Titel dürfte sich in Kürze als wissenschaftliches Standardwerk zum Themenfeld "Angelologie" etablieren.

Romano Guardini:

Engel

Theologische Betrachtungen
Topos Plus (2008)


In Guardinis theologischen Betrachtungen werden Engel in ihrem biblischen Kontext dargestellt und anhand beispielhafter Texte aus dem Alten und Neuen Testament besprochen. Dabei wird deutlich: die Rolle der göttlichen Boten ist höchst vielseitig und hat sich im Laufe der Zeit sehr wohl verändert. Die biblischen Situationen, in denen sie auftauchen, rücken den Leser weg von einer kindlich-naiven Perspektive und hin zu einem differenzierten Engel-Verständnis.

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