Very British

Mit Stil, Charme und Eigensinn

Typisch britische Exzentrik und jahrhundertealte Tradition: Das alles ist schön anzuschauen und sehr unterhaltsam. Aber ist es auch überlebensfähig im digitalen Zeitalter? Wie fit ist das geschichtsbewusste Großbritannien für das 21. Jahrhundert? Werden die mit Liebe gehegten und gepflegten Traditionen überleben? Die Reise über die Inseln zeigt: "Very British" als Stil ist lebendiger und überraschender denn je.

"Zu Einladungen bringe ich keine Schachtel Pralinen mit, sondern eine ausgestopfte Ratte", sagt die Herzogin von Northumberland mit einem gewinnenden Lächeln. Die attraktive Powerfrau sammelt ausgestopfte Tiere wie andere Leute exotische Briefmarken. Aber die Duchess hat noch weitere ausgefallene Hobbies: Im Schlossgarten züchtet sie Pflanzen, von denen jede einzelne ausreichen würde, unliebsame Zeitgenossen elegant um die Ecke zu bringen. "Mein Mann ist darüber etwas beunruhigt", scherzt sie. Doch der Herzog weiß die Kreativität seiner schönen Gattin wohl zu schätzen: Hat sie doch "Alnwick Castle" von der Ruine zum Vorzeige-Schloss gemacht. Tausende Besucher kommen jährlich, und nicht nur für "Harry Potter" diente das Schloss als Filmkulisse. Die Vermarktung der Tradition funktioniert gut. Das Schloss, das sich seit dem frühen Mittelalter im Besitz der Percys befindet, ist für das 21. Jahrhundert und wohl auch darüber hinaus bestens gerüstet.

Für die Reportage "Very British - Mit Stil, Charme und Eigensinn" sind die ZDF–Korrespondentinnen Susanne Gelhard und Patricia Schäfer im Vereinigten Königreich unterwegs, dem Gastland der Olympischen Spiele 2012. Sie begeben sich auf einen Rundflug über eine Insel, wo sich viele Briten in diesen Tagen bei aller Offenheit und Gastfreundschaft  gerne einmal mehr auf ihre ganz besondere Lage ab vom Kontinent besinnen.

Sie  treffen Mini-Maniker, die ihr britisches Traditionsgefährt, den Mini, zutiefst verehren: Sie schmücken die Schläuche im Motorraum mit Strasssteinen und betonen, ihre Autos seien "100 Prozent frei von deutschen Ersatzteilen". Sie tanzen im "Swinging London" und fliegen um das höchste Gebäude Europas. In Cornwall ergründen sie das Geheimnis englischen Tees und schweben mit Extremsportlern über atemberaubende Landschaften. Im ehemaligen Bergbaugebiet von Wales fahren sie  hinab in ein stillgelegtes Kohlebergwerk und finden dort köstlichen walisischen Käse. Auf der Hebriden-Insel Barra landen sie auf dem weltweit einzigen kommerziellen Flughafen mitten auf dem Strand. In der malerischen Altstadt von Edinburgh lauschen sie spontanen Dudelsack-Konzerten.

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