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Wenn die Wildnis ruft

Abenteuer in Kanada

Der Winter hält Einzug in den tiefen Wäldern des Nordens. Wie hält man es in einer Gegend aus, in der es ab Oktober eisig kalt wird und einem die Hand am Straßenschild fest frieren kann? Und was macht der Mensch im Sommer in wunderschönen aber kargen Gegenden Kanadas? Viele Deutsche hat es dort hin verschlagen - und fast niemand möchte wieder zurück.

Schon immer haben die grandiosen Weiten Alaskas und Kanadas Abenteurer und Aussteiger angezogen. Sie kommen auf der Suche nach Reichtum, Einsamkeit oder einfach nur, um zu vergessen. Belohnt werden sie mit dem Leben in einer der faszinierendsten Landschaften der Erde.

Die Deutschen am Goldfluss

Aber auch das Leben in der Wildnis muss organisiert sein. Alle Romantik endet spätestens dann, wenn der Alltag Einzug hält und man tief in den nordischen Wäldern nur ungern auf Strom, Wasser und Heizung verzichten will. Doch gerade die Deutschen, die es in die Wälder des Nordens verschlagen hat, haben sich als wahre Meister der Alltagsbewältigung erwiesen.

Wie ist das mit dem Schulbesuch der Kinder, wenn die nächste Schule hunderte Kilometer entfernt ist? Wie löst man Nachbarschaftsprobleme mit Indianern, die man doch bisher nur aus Karl-May-Filmen kannte? Wer sich bisher in Deutschland schon über Nachbars Katze aufgeregt hat, muss nun akzeptieren, dass Grizzlybären im Vorgarten ihre eigene Vorstellung von Fairness haben.

Einsamkeit suchen und finden

In der Wildnis ist jeder Tag eine besondere Herausforderung - manchmal gefährlich, oft aber auch von unendlicher Schönheit. Die ZDF-Autoren Michael Gregor und Jochen Schliessler haben sich auf den Weg von Kanada nach Alaska gemacht und deutsche Auswanderer der etwas anderen Art kennengelernt.

Frank Müller beispielsweise: Seit zehn Jahren empfängt der ehemalige Metzgermeister aus Gummersbach Gäste in der Einsamkeit und schlägt sich als Waldläufer und Fallensteller durch den kanadischen Winter. Viele seiner Gäste suchen bei ihm die Ruhe und Einsamkeit, die Müller so sehr liebt.

Der Winter hält Einzug

Wie hält man es in einer Gegend aus, in der es ab Oktober eisig kalt wird und einem die Hand am Straßenschild fest frieren kann? Was treibt deutsche Auswanderer dazu, sich in einer unendlichen Einsamkeit anzusiedeln, die zwar für eine grandiose Schönheit, aber auch für unbekannte Gefahren steht?

Wer anfänglich glaubte, zwischen Yukon und Nordpolarmeer eine ruhige Zeit verbringen zu können, musste schnell umdenken. Statt Auto zu fahren muss man hier lernen, mit einem Motorflugzeug auf einem Schneefeld zu landen, dass man vor Waldbränden auf der Hut sein muss und wie man Schlittenhunde versorgt.

Viele Deutsche hat es aus den unterschiedlichsten Gründen in die Wildnis verschlagen. Gerade dann, wenn sie glaubten, die Zivilisation endlich hinter sich gelassen zu haben, holt sie sie wieder ein. Und gleichzeitig werden gerade die zivilisatorischen Errungenschaften verehrt, wie zum Beispiel die Goldwaschmaschinen aus der Zeit des großen Goldrausch, als am Yukon noch Armut und Reichtum, das Scheitern wie der Erfolg ganz dicht beieinander lagen.

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