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Thema: Kindheit und Jugend Jesu

Die beste Quelle zur Kindheit und Jugend von Jesus Christus ist das Neue Testament, auch wenn es in der Darstellung lückenhaft und auch teilweise widersprüchlich ist. Folgende Texte widmen sich dem Thema in unterschiedlichen Ansätzen:

aufgeschlagenes Buch und Jesuskind (Spielszene) Quelle: ZDF

Emil Bock

Kindheit und Jugend Jesu

Beiträge zur Geistesgeschichte der Menschheit
Urachhaus (1994)


Die einzige Monografie zum Thema ist völlig antiquiert und für den wirklich Interessierten unergiebig. Das Buch des Anthroposophen Emil Bock (in einem quälenden Stil geschrieben), hat jedoch einen Vorteil: Es listet alle Quellen zur Kindheit und Jugend Jesu auf. Die Bewertungen und Interpretationen entsprechen allerdings ideologisch so sehr den Lehren der Anthroposophie, dass man den Eindruck gewinnt, das Neue Testament wäre im Auftrag Rudolf Steiners geschrieben worden.

José Samarago

Das Evangelium nach Jesus Christus

RoRoRo Taschenbuchverlag (1997)


Die romanhafte Beschreibung des Jesus von Nazareth macht sich frei von traditionellen Überlieferungen. Jesus wird als Mensch geschildert. Das Wirken übersinnlicher, magischer oder göttlicher Kräfte wird auf irdische Realitäten zurückgeführt. Deshalb war dieser Roman nach seinem Erscheinen in Portugal vor allem aus der katholischen Welt herber Kritik ausgesetzt. Auch wenn der Leser in Vielem dem Autor nicht folgen mag, bleibt der Text in seiner konsequenten Haltung lohnende Literatur. Der schwere Stil ist anspruchsvoll und sicher nicht jedermanns Sache.

James D. Tabor

Die Jesus-Dynastie

Das verborgene Leben von Jesus und seiner Familie und der Ursprung des Christentums
C. Bertelsmann Verlag (2006)


Tabor beschreibt auf spannende Weise die Familiengeschichte Jesu unter dem Aspekt ihrer Abstammung aus dem Haus David. Das in Teilen sensationalistisch geschriebene Buch verlässt dabei gern einmal die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Bibelforschung und Archäologie, um gewagten Thesen Raum zu geben. Tabor ist dennoch ein wunderbarer Erzähler mit Gespür für dramatische Situationen. Würde seine Phantasie nicht gelegentlich zu sehr mit ihm durchgehen, wäre sein über 400 Seiten langes Buch wirklich gut.

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