UN-Konferenz beschließt Welt-Klimavertrag

Dokumentation | planet e. - UN-Konferenz beschließt Welt-Klimavertrag

Bei der UN-Klimakonferenz in Paris hat Frankreichs Außenminister Fabius einen abschließenden Entwurf vorgelegt. Er enthält unter anderem das Ziel, die Erderwärmung unter zwei Grad zu begrenzen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 11.12.2016, 08:22

Auf dem UN-Klimagipfel in Paris wurde der Welt-Klimavertrag beschlossen. Die 195 Staaten und die EU billigten den Entwurf einstimmig. Das Ergebnis gilt als historischer Durchbruch in der Weltklimapolitik.  "Der Gipfel wird die Weltwirtschaft verändern", sagt Achim Steiner, Leiter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, im Gespräch mit Volker Angres.

Es zeichnet sich immer deutlicher ab: Die Weltwirtschaft orientiert sich immer mehr in Richtung "green economy", einer umweltverträglichen Wirtschaftsweise. Das prognostiziert Achim Steiner, Direktor des UN-Umweltprogramms (United Nations Environment Programme, UNEP).

"Das Vertrauen der einzelnen Länder zueinander und in dieses Abkommen ist auch darauf gegründet, dass die Einhaltung überprüft wird und in regelmäßigen Abständen die Ambitionen hochgesetzt werden", sagt Achim Steiner. Stand Mittwochmittag gehören diese Punkte nach wie vor zu den umstrittensten Passagen im angestrebten Abkommen.

Keinen Widerspruch gibt es zur formalen Verhandlungsführung. Alle Parteien seien mit dem Verhandlungsmodus einverstanden, sagte Bundesumweltministerin Hendricks der deutschen Presse. Jetzt könne niemand mehr das Vorankommen nur durch formale Einwände in Frage stellen, so die Ministerin weiter.

Öffentliches Bewusstsein für Klimaschutz

Der Auftritt der knapp 150 Staats- und Regierungschefs gleich am ersten Tag der Klimakonferenz hat ein weltweites Medienecho ausgelöst. Insgesamt könne man feststellen, dass sich das öffentliche Bewusstsein zur Notwendigkeit, mehr für den Klimaschutz zu tun, seit Kyoto deutlich gesteigert hat, stellt der UNEP-Direktor weiter fest.


"Die kohlenstoffarme Volkswirtschaft ist im Kommen". Das bezöge sich auf alle Geschäftsfelder, Energie, Technologie, Transport und Landwirtschaft. Seit Kopenhagen gäbe es das Ziel, die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.

"Eine fundamentale Veränderung in unserm Energiewesen"

In Paris sei deutlich geworden, dass damit die Risiken weiter hoch sind. "Irgendwann in der zweiten Hälft des Jahrhunderts müssen wir bereits eine Null-Emissionswirtschaft haben. Das bedeutet eine fundamentale Veränderung in unserm Energiewesen und in unserer Volkswirtschaft". Auf die Vereinten Nationen und ihr Umweltprogramm sieht Steiner neue Aufgaben zukommen. Insbesondere ginge es um die Stärkung der sogenannten "green economy". Darum werde sich das Programm künftig mehr zu kümmern haben.

Zuvor war auf der Konferenz eine Initiative bekannt geworden, um Afrika bis 2020 zusätzlich mit 10.000 Megawatt Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Bis 2030 soll der Ausbau sogar auf 300 Gigawatt gesteigert werden. Für Achim Steiner ist das eine Energierevolution. Er darf sich zu recht darüber freuen, denn unter seiner Leitung war das UN-Umweltprogramm am Zustandekommen der Initiative beteiligt.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet