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Donner, Blitz und Hagelschlag

Das Geschäft mit dem Wetter

Schwere Unwetter verwüsten im Sommer 2018 Deutschland, richten Millionenschäden an. Hitzewellen bescheren über Wochen Wüstentemperaturen. Zuverlässige Prognosen werden da immer wichtiger. Wie abhängig sind Wirtschaft und Gesellschaft von der Meteorologie?

Videolänge:
28 min
Datum:
29.07.2018
:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.07.2023

Eine ganze Industrie lebt von immer genaueren Vorhersagen. Ein Milliarden-Geschäft. Wetter-Apps versprechen zuverlässige Prognosen für die nächsten Stunden und Tage. Dazu füttern weltweit Satelliten, Wetterwarten und Flugzeuge ständig hunderte von Supercomputern.

Wie gut sind diese Vorhersagen? Einerseits werden die Wettermodelle immer treffsicherer. Die Genauigkeit für den nächsten Tag war 1968 so gut wie heute für den sechsten Vorhersagetag. Mittlerweile erreicht der Deutsche Wetterdienst DWD eine 90 bis 95 prozentige Genauigkeit, was die Temperatur-Prognose für den kommenden Tag betrifft.

Dennoch liegen Vorhersagen auch immer wieder falsch, genauer gesagt: Sie sind nicht präzise. Gerade Unwetter, Hagel, Starkregen und Stürme wüten lokal. Die dabei entstehenden Schäden sind immens. Können Apps und immer größere Datenmengen hier überhaupt helfen?

Wetter-Apps: Mehr als nur Spielerei?

2016 stellte der Deutsche Wetterdienst die "Warnwetter-App" vor, die statt für 400 Landkreise nun gezielte Vorhersagen für 10.000 Gemeinden liefert. Mit einer halben Stunde Vorlauf soll der Nutzer erkennen, welches Wetter ihn erwartet und wie er sich gegebenenfalls schützen kann. Großflächige Warnungen sollen 120 Stunden im Voraus möglich sein. Doch genügt die Präzision der frei verfügbaren App?

Das Angebot an kommerziellen Wetter-Apps ist jedenfalls so groß wie nie. Sie bedienen Windsurfer, Spargelbauer, Hobby-Flieger oder Bauingenieure. Doch nicht alle Anbieter verwenden für ihre Spezialanwendungen auch teuer beschaffte Daten. Einige bereiten sie nur optisch anders auf. Sogar manche Bauernregel hat dann eine höhere Trefferquote.

Wo liegen die Qualitätsunterschiede zwischen Endverbraucheranwendungen und Profi-Wetter? Wann genügt die Präzision der frei verfügbaren Apps? Kann man anhand einfacher Beobachtungen, wie sie unsere Vorfahren kannten, vielleicht sogar selbst herausfinden, wie das Wetter in den nächsten Stunden wird?

planet e. besucht Menschen, deren Existenz oder Freizeitgestaltung vom Wetter abhängt, und beobachtet, wie sie damit umgehen - mit und ohne Hilfe der Wetter-Industrie.

Hitzewelle in Deutschland

Schwer vorhersagbar: Gewitter und Starkregen

Besonders schwierig sind Vorhersagen für Starkregen und Gewitter, da sie sehr lokal begrenzt auftreten können. Warnungen können nur für größere Gebiete ausgesprochen werden - welcher Ort tatsächlich betroffen sein wird, lässt sich momentan nicht vorhersagen.

Das Umweltbundesamt hat die Vorsorge gegen Starkregenereignisse in den Kommunen untersucht und nennt Maßnahmen, wie Städte sich gegen Überflutungen durch Starkregenereignisse wappnen können.

Bilderserie: Was Wolken über das Wetter verraten

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