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Der Wert der Artenvielfalt (2/2)

Zweiter Teil: Peru

Der Manu-Nationalpark in Peru gehört zu den Kronjuwelen im internationalen Naturschutz. Getrieben durch die Bankenkrise bedrohen illegale Goldwäscher das Weltnaturerbe.

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Video verfügbar bis 15.11.2019

Bedrohte Artenvielfalt

"planet e.: Der Wert der Artenvielfalt - 2. Peru": Aras sitzen an Steilwänden in Peru.

Doku | planet e. - Der Wert der Artenvielfalt: Peru

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Die Vielfalt des Lebens auf der Erde ist bedroht. Lebensräume verschwinden – und mit ihnen nicht nur bedrohte Tierarten. Auch sauberes Wasser, fruchtbare Böden und frische Luft sind regional längst Mangelware – all das, was auch wir Menschen zum Überleben brauchen.

Nirgendwo auf der Erde wurden mehr Arten wildlebender Tiere und Pflanzen dokumentiert als im peruanischen Manu-Nationalpark. Darunter auch rund zehn Prozent aller weltweit bekannten Vogelarten. Farbenprächtige Papageien und schillernde Kolibris gehören zu den bekanntesten Vertretern. Jaguare und Tapire schleichen durch die Wälder, während Riesenotter und Kaimane in den Gewässern jagen. Der Manu-Nationalpark in Peru ist größer als Sachsen und überwindet zwischen den östlichen Ausläufern der Anden und dem Tiefland des Amazonas eine Höhendifferenz von rund 4000 Metern. Gebirge, Bergwälder und ein riesiger Tieflandregenwald kennzeichnen die Region. Es ist "der" Hotspot der Artenvielfalt, daher wurde das Gebiet bereits vor dreißig Jahren von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Diese Superlative und der bestehende Schutz sollten ausreichen, um das Gebiet zu erhalten. Doch die Bankenkrise und das daraus resultierende niedrige Zinsniveau ließen Banker und Privatleute nach krisensicheren Kapitalanlagen suchen: Gold! Seitdem strömten Zehntausende illegale Goldwäscher in die Umgebung des Nationalparks, Regenwald wird gerodet, der Lebensraum der Tiere verschwindet. Zur Gewinnung des Edelmetalls wird Quecksilber verwendet, das die Flüsse verseucht und sowohl Wildtiere als auch Menschen vergiftet. Zurück bleibt eine unbewohnbare Mondlandschaft. Eine weitere Gefahr stellen illegale Plantagen von Coca-Sträuchern dar, aus denen Kokain für den Drogenhandel gewonnen wird. Weitere Regenwaldzerstörung und die Ausbreitung von Gewalt sind die Folge. Das Paradies ist bedroht, doch mafiöse Strukturen und Korruption erschweren es den Behörden, durchzugreifen.

Für Dr. Christof Schenck, Direktor der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, sind diese Entwicklungen besonders schmerzlich. Vor rund dreißig Jahren baute er in Manu ein vorbildliches Projekt zur Erforschung und zum Schutz der stark bedrohten Riesenotter auf, das noch heute fortgeführt wird - inzwischen von peruanischen Biologen. Der Erfahrungsschatz des Biologen Christof Schenck ist enorm. Er weiß, was es heißt, mit den Knöcheln im Schlamm zu stecken, während einen die Moskitos aussaugen. Doch auch als Manager der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt kennt er sich bestens aus. Heute ist er einer der führenden Köpfe, wenn es um den Erhalt der Artenvielfalt geht. Der Versuch, die Zerstörung der Manu-Region zu stoppen, wird eine große Herausforderung für ihn und sein internationales Team. Wenn es nicht gelingt, das artenreichste Gebiet der Erde zu bewahren, eine biologische Schatzkammer und ein Naturerbe der gesamten Menschheit - was dann?

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