Sie sind hier:

Raubbau im Gorilla-Paradies

"planet e. - Raubbau im Gorilla-Paradies": Ein Berggorilla sitzt zwischen Büschen. Die Aufnahme zeigt ihn bis zur Brust.

Doku | planet e. - Raubbau im Gorilla-Paradies

Die Ranger des Virunga-Nationalparks sind im Krieg. Ihre Gegner: Milizen, die illegal Rohstoffe ausbeuten. Bilanz bisher: 160 getötete Parkaufseher - Beschützer der seltenen Berggorillas.

Datum:
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Der Virunga-Nationalpark im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ist der älteste Park Afrikas. Ein Naturjuwel - bekannt vor allem wegen der vom Aussterben bedrohten Berggorillas. 1994 nahm die UNESCO den Park in der Roten Liste des gefährdeten Welterbes auf.

Seit 2008 ist Emmanuel de Merode Direktor des Virunga-Nationalparks. De Merode und die Wildhüter des Parks stehen vor der schwierigen Aufgabe, den Virunga-Nationalpark zu schützen. Mit rund 600 Mann müssen sie ein Gebiet von 8000 Quadratkilometern verteidigen - eine Fläche halb so groß wie Schleswig-Holstein. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen stehen ihnen dabei etwa 8000 schwerbewaffnete Miliz-Soldaten gegenüber. Rebellengruppen, die vor nichts zurückschrecken: In 20 Jahren haben mehr als 160 Ranger ihr Leben gelassen – getötet von Banden, die alle dasselbe Ziel verfolgen, nämlich die illegale Gewinnung von Rohstoffen.

Gorillas im Virunga Nationalpark

Der Virunga Nationalpark wurde einst mit dem Ziel gegründet, die Menschenaffen zu retten. Doch Berggorillas zählen zu den am meisten bedrohten Säugetieren der Welt. Die Rote Liste der IUCN führt sie als „stark gefährdet“ – sie könnten also bald verschwunden sein.


Aber auch die Menschen, die sich rund um den Park angesiedelt haben, setzen dem Virunga zu. Ihre Not treibt sie in den Park. Sie erlegen Tiere, um sich zu ernähren. Fällen Bäume, um Brennholz zu gewinnen. Auf den gerodeten Flächen legen sie Äcker an.

Für Emmanuel de Merode ist daher die Bekämpfung der Armut ein wichtiger Schritt zur Rettung des Parks. Der Parkdirektor ließ mit finanzieller Unterstützung eines reichen Sponsors ein Wasserkraftwerk errichten. Es versorgt zumindest einige Menschen mit Strom und kurbelt – das ist die Hoffnung – die regionale Wirtschaft an. Plantagen mit schnell wachsenden Baumarten liefern Holz für die Herstellung von Holzkohle und lindern so den Druck auf den Wald. Außerdem unterstützt die Parkverwaltung den Bau mehrerer Schulen, um den Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Auch die Witwen der getöteten Ranger werden unterstützt: In einer von der Parkverwaltung eingerichteten Schneiderei nähen sie Souvenirs für Touristen und haben damit ein monatliches Auskommen.

"planet e." zeigt, wie Emmanuel de Merode und die Ranger des Parks für den Erhalt des Virunga kämpfen.

Karte und Links

Konflikte zwischen Mensch und Natur

Weitere Videos

Die großen Menschenaffen

Team

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.