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Seilbahn und Flugtaxi - Wege aus dem Verkehrskollaps?

Staus und verstopfte Straßen in den Großstädten. Mit Seilbahnnetzen und futuristischen Lufttaxis wollen Experten eine Verkehrswende von oben schaffen.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Sprachoptionen:
UT
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 06.03.2020

Im bolivianischen La Paz gibt es das größte urbane Seilbahnnetz der Welt. Täglich nutzen bis zu 300.000 Menschen den "Teleférico". Kann das ein Modell für Europa sein?

Torsten Bäuerlen von der österreichischen Seilbahn-Firma Doppelmayr hat viel zu tun. Denn das Unternehmen baut die "silberne Linie" in Boliviens Hauptstadt La Paz, die im März eröffnet werden soll. Dann schweben insgesamt zehn Bahnen zwischen den Schwesterstädten La Paz und El Alto hin und her, über schmucke Wohnhäuser, Armenviertel und Fabrikdächer hinweg. Das Netz misst gut 33 Kilometer, hat 26 Ein- und Ausstiegspunkte: Es ist das größte städtische Seilbahnnetz der Welt.

Von einem solchen Stadt-Seilbahnnetz ist man in Deutschland weit entfernt. Hierzulande sind Seilbahnen überwiegend für touristische Ziele im Einsatz – etwa im Berliner Erholungspark Marzahn. Die Seilbahn wurde anlässlich der Internationalen Gartenausstellung IGA 2017 errichtet und ist nach wie vor erfolgreich. Sie verbindet die Stadtteile Marzahn und Hellersdorf. Inzwischen plant auch die Stadt München eine urbane Seilbahn, die 4.000 Menschen pro Stunde und Richtung transportieren könnte.

Flugtaxis und Mini-Flieger

Der Luftraum über den Straßen ließe sich nicht nur von Seilbahnen nutzen, sondern auch von Drohnen. Firmen arbeiten an Mini-Fliegern, die autark ihr Ziel in der Stadt suchen. An der TH Ingolstadt wird im Bereich "Urban Air Mobility" an der Entwicklung von Flugtaxis gearbeitet. Die ersten Test-Flüge sollen in diesem Jahr über eine Distanz von rund 20 Kilometern stattfinden. In Manching wurde vor kurzem Europas erstes Flugtaxi-Testfeld eröffnet.

Eine Reihe von Unternehmen arbeiten bereits an entsprechenden Drohnen-Konzepten. Die Firma "Volocopter" beispielsweise glaubt daran, dass in zehn Jahren bemannte Mini-Flieger bis zu 100.000 Passagiere pro Stunde an ihr Ziel bringen. In "Volo-Hubs", modernen Gondelstationen, sollen alle 30 Sekunden Volocopter landen und starten. Die Experten wissen: Noch müssen viele rechtliche und administrative Hürden überwunden und Bedenken der Passagiere zerstreut werden, bis solche Ideen Wirklichkeit sind.

"planet e." zeigt den Kampf von Verkehrsexperten, Seilbahnbauern und Spezialfirmen gegen den drohenden Verkehrsinfarkt in den Großstädten. Zudem geht die Dokumentation der Frage nach, ob hochmoderne Seilbahntechnik sowie bemannte Drohnen das Verkehrschaos auf der Straße bändigen können.

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