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Steaks aus dem Brutkasten

Verändert Laborfleisch unseren Planeten?

Doku | planet e. - Steaks aus dem Brutkasten

Der Fleischkonsum der Menschen nimmt immer mehr zu. Unser Planet leidet unter den Folgen der stetig wachsenden industriellen Massentierhaltung. Doch Forscher arbeiten an der Lösung: Fleisch aus dem Brutkasten.

Beitragslänge:
28 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.01.2019, 23:59
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Fleisch, für das Tiere nicht sterben müssen. Das ist die Vision der Wissenschaftler, die sich mit "cultured meat" beschäftigen. Dieses Fleisch wird im Labor quasi gezüchtet. Aus Muskel- und Fettzellen.

Der Niederländer Prof. Mark Post will mit solchem "Laborfleisch" die Welternährung revolutionieren. Er ist studierter Pharmakologe, Spezialist für Blutgefäße und die Herstellung von biologischem Gewebe, das etwa bei Herzoperationen benötigt wird. Weltberühmt wurde er, weil er als erster größere Mengen Muskelgewebe im Labor herstellte und damit demonstrierte, dass Fleisch für die menschliche Nahrung "gezüchtet" werden kann.

Burger aus dem Reagenzglas

Präsentation von Laborfleisch
Präsentation von Laborfleisch Quelle: ZDF/Michael Wiedemann

2013 präsentierte Prof. Mark Post von der Universität Maastricht der erstaunten Welt den ersten In-vitro hergestellten Fleisch-Burger der Welt, sozusagen ein Burger aus dem Reagenzglas. Heilsversprechen oder Marketing-Gag?

Prof. Mark Post und sein Forscherteam in Maastricht arbeiten weiter an der Idee und versuchen nun im Detail, die Probleme der Herstellung von „Laborfleisch“ zu lösen. Mit dem Ziel, ein zentrales, globales Nahrungsmittel ultimativ nachhaltig zu machen. Ohne Tierqualen, ohne Ressourcenplünderung, ohne Umweltzerstörung.

Revolution in der Lebensmittelherstellung

Eine dramatische Revolution in der Lebensmittelherstellung bahnt sich an: Rindfleisch aus dem Brutreaktor, Eier ohne Hennen, Milch ohne Kühe. Heiß geliebtes tierisches Eiweiß - ohne die dazugehörigen Geschöpfe aus Fleisch und Blut.

Mit weltweit führend in der Suche nach dem qualfreien Fleischgenuss ist Israel. In dem kleinen Land arbeiten mittlerweile schon drei Start-up-Unternehmen an der Idee, aus Zellen Fleisch quasi nachzubauen. Unterstützt und gefördert durch den Staat hoffen die Wissenschaftler, sehr bald Fleisch aus dem Brutkasten sogar im Supermarkt anbieten zu können.

Auch die Lebensmittelkonzerne zeigen Interesse: Der unter der Marke "Wiesenhof" bekannte Geflügelkonzern PHW investiert in die Entwicklung von Laborfleisch: Wiesenhof beteiligt sich an dem israelischen Start-up Unternehmen "Supermeat".

"planet e." zeigt, wie weit die Wissenschaft die Vision von tierleidfreiem Fleisch tatsächlich umgesetzt hat und welche Risiken damit verbunden sind.

Interview mit Prof. Mark Post

Bilderserie: Dreharbeiten in Israel

Grafiken und Links

Israel - Gelobtes Land für Laborfleisch?

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