Am Scheidepunkt

Das Ende der ersten Expedition

Harry Lasseter hatte in der Nähe der Mine seltsam geformte Landmarken ausgemacht, die ihn zur Mine zurückführen sollten. Die Goldsuche war an einem Scheidepunkt angelangt.

Blakeley hatte die Nase voll von Lasseters scheinbaren Lügen. Vergebens versuchte Harry noch etwas Zeit für einen letzten Vorstoß heraus zu schlagen.

Viele Ungereimtheiten

Blakeley war die phantastische Geschichte schon damals nicht ganz geheuer, als der Gewerkschaftsboss vom Goldfieber angesteckt wurde. Da waren so viele Ungereimtheiten. Wie schaffte es ein damals 17-Jähriger mit einem Pferd allein den Kontinent zu durchqueren?


Kaum zu glauben, dass Lasseter den Ort des Goldbergs nicht genau kannte. Er behauptete, die Position mit dem Sextanten falsch berechnet zu haben, weil seine Uhr angeblich nachging. Und warum suchte er erst 30 Jahre später nach dem Gold? Fragen über Fragen. Der Expeditionsleiter wollte sich nicht weiter zum Narren halten lassen. Und dann sorgte ein Unglück für das abrupte Ende der Expedition. Eine Windbö wurde der leichten Gipsy Moth zum Verhängnis. Der Pilot überlebte zum Glück nur leicht verletzt.

Neues Kapitel

Lasseter kam im rechten Augenblick ein Zufall zu Hilfe. Ein Weißer wollte seine Kamele am einzigen Wasserloch weit und breit tränken. Er war durch Zufall in der Gott verlassenen Gegend gelandet. Der deutsche Matrose Paul Johns war alleine ins Outback gezogen und suchte das große Abenteuer. Johns jagte Dingos, räuberische Wildhunde, für die weiße Rinderzüchter Abschussprämien zahlen. Der Deutsche entschloss sich, mit Lasseter auf Goldsuche zu gehen.


Drei Monate nach dem Start der Expedition wurde ein neues Kapitel der legenderen Schatzgeschichte aufgeschlagen. Mit ihren Kamelen kamen sie im unwegsamen Busch schneller voran als mit schweren Lastwagen. Für die Eingeborenen waren die fremden Geisterwesen tabu, weil sie nicht Teil ihrer Schöpfungsgeschichte waren. Kamele wurden erst vor 180 Jahren in Australien eingeführt, um mit ihrer Hilfe das Outback zu erschließen.

Kampf mit Johns

Nach Wochen langem Treck glaubte Lasseter endlich am Ziel zu sein. Der misstrauische Mann machte sich alleine auf die Suche nach der Mine und schien auch Erfolg zu haben. Was aber war wirklich in der Zwischenzeit passiert? Als der Glücksjäger nach fünf Tagen zurückkehrte, kam es zum Kampf. Lasseter weigerte sich, Johns die Goldproben zu zeigen. Das Goldfieber endete fast tödlich. Weshalb ließ es Lasseter überhaupt auf einen Kampf ankommen? Fürchtete er, dass ihm Johns seine Mine stehlen würde, oder hatte Lasseter etwa nur wertlose Steine mitgebracht? Was trieb den jähzornig stolzen Mann? Wenn es gar keine Mine gab, warum wagte er sich dann alleine in die Wüste? Jeder wusste doch, dass Lasseter Angst vor wilden Eingeborenen hatte. Von nun an blieb der einsame Goldsucher verschollen. Das Golddrama begann in geheimnisvollen Nebel abzugleiten.

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