Angriff auf den Schutzwall

Römische Technik gegen keltische Übermacht

Die Lage der Kelten erscheint aussichtslos. Die Verbündeten lassen weiter auf sich warten. Doch an einem Septembermorgen im Jahre 52 vor Christus bietet sich den römischen Wachposten ein Furcht erregender Anblick: Die vereinigten Streitkräfte Galliens treffen vor Alesia ein, laut Caesar 250.000 Fußsoldaten und 8000 Reiter. Sie beziehen Stellung auf den umliegenden Hügeln.

Die römischen Soldaten sind besorgt: Werden ihre Befestigungen dem drohenden Ansturm standhalten?

Ende der Träume

In Alesia hingegen schöpft man neuen Mut. Vercingetorix beschwört seine Krieger: Jeder soll wissen, dass es jetzt ums Ganze geht: Eine Niederlage würde das Ende der gallischen Freiheitsträume bedeuten. Es herrscht höchste Anspannung. Vercingetorix ist entschlossen, seine Truppen zum Sieg zu führen. Freiheit oder Tod! Auch die Legionäre wissen, was auf dem Spiel steht. Diese Schlacht wird über ihr - und Caesars Schicksal entscheiden.

Die Kelten sind in der Überzahl. Ihre Stammesführer setzen sich siegessicher an die Spitze ihrer Truppen. Der Angriff auf den römischen Schutzwall beginnt. Das ist das Signal für Vercingetorix' Truppen. Von Alesia aus greifen sie den inneren Belagerungsring an, schütten die Gräben mit Erde zu und überwinden an einigen Stellen die Barrikaden. Doch noch behalten die Römer die Kontrolle und schlagen die Kelten zurück. Was war das Geheimnis ihres Erfolges? Wie konnten sie sich gegen die Übermacht der Kelten wehren?

Besondere Kampftechnik



Dottore Dario Battaglia, italienischer Militärhistoriker aus Bologna, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Effektivität der römischen Kampfmethoden zu prüfen und kennt die Gründe für den Erfolg der Römer. Sie hatten eine besondere Kampftechnik entwickelt. Die vorderste Reihe der Angreifer wurde ständig gegen die dahinter stehende ausgewechselt. Mutate! - Wechseln! - hieß der Befehl. Dadurch kamen stets frische Kräfte zum Einsatz.

Vor Alesia wird den römischen Legionären das äußerste abverlangt: Jetzt werden die Befestigungen der Römer von allen Seiten bedrängt. Aber noch hat Caesar frische Kräfte. Er schickt seine germanischen Reiter ins Gefecht. Die Wucht ihres Angriffs wirft die Kelten zurück. Sie wenden sich zur Flucht. Doch ihre Sache ist noch nicht verloren.

Im Schutz der Dunkelheit



Viele Tausend ausgesuchte Kämpfer versammeln sich im Schutz der Dunkelheit - genau oberhalb des schwächsten Punktes der römischen Verteidigungslinien beziehen sie Stellung. Am Mittag des nächsten Tages greifen sie an. Die Römer sind in der Minderzahl. Auch Vercingetorix' Truppen wagen wieder einen Ausfall. Die Sache Roms scheint verloren.

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