Arabien – Zauberreich zwischen den Welten

Faszination Erde mit Dirk Steffens

Dirk Steffens in der Rub al-Khali mit einem Einheimischen

Dokumentation | Terra X - Arabien – Zauberreich zwischen den Welten

Eine Region, in der Mythen geboren werden, sich das Leben aber einer harten Wirklichkeit stellen muss. Dirk Steffens taucht ein in die Märchenwelt von Tausendundeiner Nacht.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: ZDF, 05.03.2017, 19:30 - 20:15
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017
Altersbeschränkung:
Freigegeben ab 6 Jahren

Nicht nur die geheimnisvollen arabischen Nächte, auch die glühend heißen Tage erzählen tausendundeine faszinierende Geschichte. Geschichten von endlosen Dünen, grünen Oasen, kostbarem Weihrauch, rätselhaften Einhörnern und unergründlichen Höhlen.

Eingang in eine geheimnisvolle Welt

Ein felsiges Plateau auf über tausend Meter Höhe, mitten in einer Gebirgskette im Süden der arabischen Halbinsel. Nichts als karger Stein, so weit das Auge reicht. Nichts bis auf ein riesiges schwarzes Loch. Ein Loch im Boden, das den Eingang in eine geheimnisvolle Welt eröffnet. Dirk Steffens seilt sich ab, 150 Meter tief, in die Höhle Majlis al Jinn, der Ort an dem sich die Geister treffen. Sie ist einer der größten Höhlenräume der Welt. Die arabische Halbinsel war nicht immer so trocken und karg, wie wir sie heute kennen. Die wasserreichen Zeiten haben viele Gewölbe wie dieses ausgehöhlt.

Unter dieser monumentalen Kuppel, erhellt nur durch vereinzelte Lichtstrahlen, die durch die Öffnung zur Außenwelt herabfallen, kann man leicht erahnen, wie die Landschaften Arabiens die Geschichtenerzähler von einst zu ihren Märchen inspiriert haben. Von hier gingen die Legenden von Aladin und seiner Wunderlampe, von Ali Baba und den 40 Räubern und von Sindbad dem Seefahrer um die Welt.

Ein Tier wird zum Mythos

Dabei wirkt die Arabische Halbinsel wie eine undurchdringliche Barriere. Gesäumt von rauen Gebirgsketten und Meer, liegt in ihrem Herzen die größte Sandwüste der Welt, die Rub al-Khali, das Leere Viertel. Dünen erstrecken sich hier bis zum Horizont. Die Sandkörner glühen unter der erbarmungslosen Sonne. Bei Temperaturen von bis zu 50 °C hat es das Leben schwer, doch es hat sich auf diese harte Welt eingestellt. Ein Tier übertrifft mit seinen ausgeklügelten Anpassungen dabei alle anderen, die Oryx-Antilope.

Sie findet die wenige Nahrung in der endlosen Wüste, braucht kaum Wasser und die Sonne reflektiert auf ihrem weißen Fell, das sie vor den orangefarbenen Dünen erstrahlen lässt. Kein Wunder, dass auf das Wüstentier Arabiens wohl ein Mythos zurückgeht, der es bis in unsere Wälder geschafft hat: die Legende des Einhorns. Doch beinahe wäre die Oryx-Antilope selbst zu einem Mythos geworden: Sie waren in freier Wildbahn bereits ausgestorben. Mit Dirk Steffens begleiten wir im Oman die Forscher, die es geschafft haben, dass heute wieder Herden dieser wunderschönen Tiere über die gewaltigen Dünen der Rub al-Khali wandern.

Tradition und Moderne

Ebenso wie das Einhorn im Märchen gilt das Oryx als scheu und unzähmbar. Ohne einen Partner wäre das Überleben für die nomadisch lebenden Beduinen hier jedoch kaum möglich gewesen. Statt Antilopen sind Kamele zum Begleiter der Araber geworden. Kamelkarawanen ermöglichten in der Antike den Transport von Handelsgütern über die gesamte Halbinsel. Dies bescherte Arabien großen Reichtum, und es entwickelte sich eine prachtvolle Kultur, von der noch heute architektonische Meisterleistungen wie die Ruinen von Petra zeugen. Über Jahrtausende hat sich zwischen Mensch und Kamel eine tiefe Beziehung entwickelt, die bis in die Gegenwart anhält. Selbst die scheinbar unpersönlichen, modernen und hochtechnisierten Kamelrennen im heutigen Abu Dhabi zeugen in ihrem Kern von der Liebe zwischen Mensch und Tier.

Aufeinanderprallende Kontraste prägen das Gesicht der Halbinsel, das sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert hat. Die gigantischen Ölvorkommen haben Reichtum, Überfluss und Moderne nach Arabien gebracht. Doch an Orten wie im Oman, ganz im Süden der arabischen Halbinsel, fühlt man sich zurückversetzt in den alten Orient. Neben traditionellen Daus, wohlriechendem, dampfendem Weihrauchnebel und uralten Bewässerungssystemen gibt es hier auch einen Landstrich, der für zwei Monate im Jahr völlig anders aussieht, als man es sich von Arabien vorstellt. Wasser sprudelt im Überfluss durch eben noch ausgedörrte Flussbetten und Nebelschwaden besprenkeln das Fell der Kamele mit Tautropfen. Dieses Wasser beschert dem Oman einen Artenreichtum, wie es ihn nirgends sonst in Arabien gibt. Die Ursache dieses Phänomens verbirgt sich vor der Küste des Omans, wo Dirk Steffens nach den Spuren taucht.

Mit ihm begeben wir uns auf eine Reise voller Widersprüche, durch ein raues Gebiet voller faszinierender Tiere, Pflanzen, Menschen,  auf die Spur von Legenden und Märchen, von Ereignissen mit großer Bedeutung für das Fortbestehen der Menschheit und von einzigartigen geologischen Phänomenen.

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