Aussichtsloser Kampf

Feuersbrunst hält die ganze Stadt in Schach

Etwa zwei Stunden nach dem Beben, fährt Bürgermeister Schmitz zum Rathaus. Doch von seinem Amtssitz stehen nur noch Teile der Fassade. Das Rathaus war der Stolz der ganzen Stadt. Eigentlich hätte das aufwändige Gebäude dem Beben Stand halten sollen. Das Schicksal hat anders entschieden.

Heute ist das Rathaus von San Francisco mit einer speziellen "Federung" ausgerüstet, die Druckwellen absorbieren kann. Stahlplatten und Säulen wirken als Puffer zwischen Fundament und Erdoberfläche.

Willkommene Gelegenheit

Um die Stadt im Chaos weiter regieren zu können, verlagert Eugene Schmitz seinen Amtssitz ins Gerichtsgebäude. Auf seiner Fahrt erkennt Schmitz allmählich das ganze Ausmaß der Zerstörung. Für Ihn ist das eine Möglichkeit als Führer zu glänzen und von den Korruptionsvorwürfen abzulenken. Es ist zwar eine Tragödie, aber auch eine willkommene Gelegenheit für den Bürgermeister.



Nur wenige Stunden nach dem Beben wir der Bürgermeister selbst Zeuge von ersten Plünderungen. Schmitz steht unter Druck und formuliert bereits in Gedanken ein Gesetz gegen das Verbrechen. Doch die Ereignisse holen ihn ein. Eine Machtprobe bahnt sich an, als ohne sein Einverständnis die Armee aufmarschiert. Der Offizier, der die Truppen in die Stadt geschickt hat, ist der General Frederick Funston, bekannt als harter und unbestechlicher Kriegsheld.

Harter Schießbefehl

General und Bürgermeister wollen alle städtischen und militärischen Mittel nutzen, um San Francisco vor dem Untergang zu bewahren. In seinem plötzlichen Drang, Ordnung zu schaffen, erlässt Schmitz einen überaus harten Schießbefehl. Für Polizisten, Soldaten und freiwillige Helfer die Aufforderung zu Töten.


James Hopper erlebt in der Zwischenzeit die dramatischen Folgen des Bebens hautnah in einem der Krankenhäuser: "Im Inneren des Krankenhauses lagen 125 Verwundete und acht Tote. Einer der schwer Verletzten war Dennis Sullivan, der Chef der Feuerwehr. Ich ahnte, dass das Beben nur ein Vorspiel war - die wahre Tragödie würde das Feuer schaffen."

Verletzter Feuerwehrchef

Am Morgen des 18. April überschlagen sich die schlechten Nachrichten: Erst das Erdbeben, dann brechen die Feuer aus. Doch Feuerwehrchef Sullivan liegt schwer verletzt im Krankenhaus und niemand kann sagen, wann er wieder im Einsatz sein kann. Das ist nicht nur für Eugene Schmitz eine Katastrophe, sondern für ganz San Francisco.

Seines Feuerwehrhauptmanns beraubt, übergibt Schmitz die Führung an John Dougherty, Sullivans Stellvertreter. Dougherty ist nicht mehr der Jüngste. Er und seine Männer führen einen aussichtslosen Kampf gegen die Feuersbrunst, die mittlerweile die ganze Stadt in Schach hält und bei vielen tiefe Spuren hinterlässt. Der Journalist James Hopper protokolliert: "Das auf und nieder wogende Flammenmeer breitet sich mit tosendem Gebrüll und rasender Geschwindigkeit aus. Ihre vorauseilenden, wabernden Rauchschwaden wälzen sich wie ein Monstrum über das Treibgut fliehender Menschen."

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