Azteken und Maya

Frühe Hochkulturen

Die 2000 Jahre alte Sonnenpyramide von Teotihuacan ist so gewaltig wie nur die Cheopspyramide. "Heimat der Götter" nannte einst ein geheimnisvolles Volk das mächtige Bauwerk. Noch heute ist Mittelamerika ein Land vieler unbeantworteter Fragen.

Die frühen Hochkulturen der Maya und Azteken müssen über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt haben. Von den Azteken weiß man aber noch mehr.

Erstaunliches Wissen

Ihre Leistungen in der Baukunst und Astronomie sind überwältigend. Steinerne Astronomischeiben dienten als exakte Kalender. Sie verweisen auch auf die Opferkulte ihrer Götter: Wandmalereien in Teotihuacan zeigen darüber hinaus Medizinpflanzen wie Amamalocotl. Sie wächst im flachen sumpfigen Flussbett. Vermutlich wurde sie bei Fieber und Leberleiden verabreicht.


Menschenopfer gehörten zu den blutigen religiösen Bräuchen der Azteken. Auf Opfersteinen schnitten ihre Priesterchirurgen mit Präzision Gefangenen das noch pulsierende Herz aus dem Leib. Das war nur mit ausgezeichneten anatomischen Kenntnissen möglich.

Glückliche Stunden

Der Azteken Herrscher Montezuma forderte jedes Jahr 10.000 Körbe von einem Getreide Namens Amarant. Daraus buken die Priester Figuren, die sie an das Volk verteilten. Heute ist bekannt, dass Amarant eine Aminosäure enthält: das wertvolle, antibakterielle Lysin.


Die Priesterärzte handelten so, als hätten sie Naturwissenschaften studiert. Aus Agaven brauten sie Bier. Frauen nutzten die Droge als Abtreibungsmittel. Kakao galt als Getränk für glückliche Stunden. Forschungen belegen, dass die Kakaobohne Theobromin enthält, das das Wohlbefinden steigert. Sie nutzten auch die Papaya. Die Frucht schmeckt nicht nur gut, sondern ihr Papain schließt auch Wunden. Doch was haben die Maya, das geheimnisvollste Volk der neuen Welt, überliefert?

Zerschlagen und zerstört

Als die Spanier Amerika entdeckten, stießen sie auf die prachtvollen Reiche der Azteken und der Maya. Die medizinischen Erfahrungen der Azteken wurden von einem Mönch sorgfältig dokumentiert und dem spanischen Kaiser Karl V. vorgelegt.


Das Heilwissen der Maya aber ging vor 500 Jahren fast völlig verloren. Auf der Suche nach Gold vernichteten die spanischen Konquistadoren alles, was ihnen heidnisch vorkommt. Christliche Mönche taten sich besonders hervor. Unzählige Zeugnisse der Maya Kultur wurden unwiederbringlich zerschlagen und zerstört, wertvolle Hinweise auf eine hoch entwickelte Heilkunde vernichtet. Ein Verlust, dessen Ausmaß man nur erahnen kann.

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