Besatzung und Befreiung

Die Griechen erobern den Nahen Osten

Nach dem beispiellosen Siegeszug Alexanders des Großen herrschen auch im Land der Bibel die Griechen und drücken dem Land ihren hellenistischen Stempel auf. Und wieder ist die kulturelle und religiöse Identität der Israeliten in Gefahr. Unter ihrem Anführer Judas Makkabäus befreien sie sich vom Joch der fremden Herren.

Die Nachfolger Alexanders bauen Paläste in Israel und feiern die Nacktheit des menschlichen Körpers. Sport wird zum Modetrend und in Sichtweite des Tempels werden Wagenrennen ausgetragen.

Gespaltene Gesellschaft

Vor allem die "besseren Kreise" fühlen sich vom Hellenismus angezogen. Aber was für die einen mondän und weltoffen ist, ist für die anderen ein Skandal.




Unterdrückung und Widerstand

Kein Pakt mit den Griechen! Das fordern Männer, die sich "Chassidim", die "Frommen", nennen. Ein Riss geht durch die jüdische Gesellschaft. Das Establishment Jerusalems ruft sogar die fremden Machthaber gegen die Chassidim zu Hilfe. Aber gerade diese frommen Rebellen sind Schlüsselfiguren für die Überlieferung der Bibel, denn durch sie erhält sie ihre endgültige Gestalt.

Vor über 2000 Jahren spitzt sich die Lage in Jerusalem zu. Der Tempelberg und das Haus Gottes werden zum Schauplatz von Gewalt. Auf den Widerstand der Chassidim gegen die fremden Sitten reagiert König Antiochos mit der Plünderung und Schändung des Tempels in Jerusalem.





Eine düstere Zeit der Unterdrückung und Verfolgung des Glaubens beginnt. 167 vor Christus startet der griechische König Antiochos einen Generalangriff auf die jüdische Religion. Familien, die ihre Kinder beschneiden lassen oder den Sabbat halten, lässt der Tyrann ermorden.




Die Mordaktionen des Königs Antiochos provozieren den Widerstand der Bevölkerung. Ein Mann namens Mattathias sticht einen Juden nieder, der das von den Griechen geforderte Staatsopfer leisten will und tötet auch den Regierungsbeamten. Der blutige Auftritt wird zum Signal für die Revolte. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht von der Heldentat. Gesetzestreue Juden werden zu Rebellen.

Judas Makkabäus, der Hammer

Nach dem Tod des Anführers Mattathias übernimmt sein Sohn Judas das Kommando über die Aufständischen. Er macht aus einer Schar schlecht bewaffneter Freischärler eine schlagkräftige Armee. In erbitterten Kämpfen gelingt es ihm, Israel vom Joch der fremden Herren zu befreien. Nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft kehren Juden auf den Thron Israels zurück.





Durch den Sieg des Judas Makkabäus kehrt der Kult des Einen Gottes nach Jerusalem zurück. Der siegreiche Freiheitskämpfer stiftet eine neue Menora, einen siebenarmigen Leuchter für den Tempel.

Ein Ereignis, dem fromme Juden alljährlich im November beim Lichtfest Hanukka gedenken. Die Erinnerung an eine glänzende Epoche und die große Zeit der wieder gewonnen Selbständigkeit.





Ein Jahrhundert lang regieren die Makkabäer unter dem Zeichen der Menora über Israel. Dann betritt die neue Großmacht Rom die Bühne der Geschichte und ein Mann mit Namen Jesus tritt auf. Damit beginnt ein völlig neues Kapitel der Bibel.

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