Britischer Spion auf "Antennensuche"

Watson-Watt in geheimer Mission

In Deutschland glaubt man nach wie vor, allein an Radargeräten zu arbeiten. Von der Berliner Firma werden fast täglich neue Prototypen zur Ostsee transportiert und in Schiffe der Kriegsmarine eingebaut. Die Engländer unterdessen gehen einem bisher unbestätigten Hinweis auf deutsche Radaraktivitäten nach und schicken Wattson-Watt als Spion nach Deutschland.

Inzwischen können Schiffe auf 20 Kilometer Entfernung, mit einer Abweichung von nur 50 Metern geortet werden. Die Marine müsste zufrieden sein. Von Willisen glaubt sich am Ziel. Doch dann ereignet sich bei einem Test auf See ein schweres Unglück.

Radarprojekte im Deutschen Reich

Ein deutsches Versuchsboot sinkt in stürmischer See in der Ostsee unweit der dänischen Küste. Mehrere Matrosen und Trümmer des Schiffes werden von den Dänen geborgen. Darunter auch Teile der Radaranlage. Bemerken die Dänen, in welcher Mission das Schiff unterwegs war? Erkennen sie die Bedeutung der technischen Geräte?


Nur wenig später erfährt der britische Geheimdienst aus anderer Quelle von einem Radarprojekt im Deutschen Reich. Die Information bleibt vage. Es fehlen konkrete Angaben über den genauen Ort und die Größe der Anlage. Der Secret Service will Gewissheit und schickt den Mann als Spion nach Deutschland, der sich am besten mit Radartechnik auskennt: Robert Watson-Watt.

Getarnter Tourist

Der Engländer ist nervös. Getarnt als Tourist reist er nach Deutschland ein. Er gibt vor, gemeinsam mit seiner Frau einen Wanderurlaub verbringen zu wollen. Sollte seine Tarnung auffliegen, wäre sein Wissen für die deutschen Behörden von unschätzbarem Wert.


Im Gepäck haben die beiden eine Liste des Secret Service. Systematisch sucht Watson-Watt in den nächsten Wochen die vom Geheimdienst als verdächtig identifizierten Orte ab. Er hält Ausschau nach hohen Türmen und verräterischen Antennen. Wenn an diesen Orten ein geheimes Radarprojekt existieren sollte, dann würde er es finden.

Deutsches Radar bleibt unentdeckt

Mehrmals wird Watson-Watt bei seinen Nachforschungen fast entdeckt. Er riskiert viel. Sein Ehrgeiz ist herausgefordert. Die Vorstellung, dass die Deutschen ihm zuvor gekommen seien, beunruhigt ihn zutiefst. Wattson-Watt zieht im ganzen Land umher und findet nichts. Der Secret Service muss einer Falschmeldung aufgesessen sein.

In Berlin wird derweil gefeiert. Eine Präsentation der weiterentwickelten Radaranlagen war erfolgreich. Die Geräte erfüllen alle Forderungen der Marine. Außerdem hat von Willisen endlich sein Freya Gerät fertig gestellt. Ein Radar zur Überwachung des Luftraums. Die Produktion kann Anlaufen. Dass ihre Firma für die Kriegsmaschinerie Hitlers arbeitet, nehmen sie inzwischen in Kauf. Die Ziele der expansiven, militärischen Politik der Nationalsozialisten wird immer deutlicher. Der Krieg rückt näher.

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