Caesar erobert Gallien

Erster keltischer Widerstand regt sich

Die Kelten sind ein Trauma Roms. Immer wieder waren keltische Volksstämme aus dem Norden nach Italien eingefallen. Einst hatten die Kelten sogar Rom eingenommen und verwüstet. Diese Schmach sollten die Römer nie vergessen.

Caesar mit Vercingetorix Quelle: ZDF

250 nach Christus ist Rom längst Weltmacht geworden und beherrscht den größten Teil der damals bekannten Welt.

Beginn einer Karriere

Das aus den Provinzen gepresste Geld hat die Stadt reich gemacht. Säulenhallen, Tempel und Theater sind entstanden. Fast eine Million Menschen bevölkern die Metropole. Ihr Zentrum: das Forum Romanum. Hier beginnt die Karriere eines der größten Politiker der Weltgeschichte, nach dessen Namen sich spätere Herrscher den Titel "Kaiser" gaben.




Nach seinem Konsulat in Rom, gelingt es Caesar, Statthalter der römischen Provinzen in Gallien - im Gebiet des heutigen Südfrankreich - zu werden. Für Caesar wird Gallien zur Trumpfkarte seines Pokers um die Macht in Rom. Ganz Gallien von den Pyrenäen bis zum Rhein will er unterwerfen. Dafür braucht Caesar Verbündete. Zu ihnen gehört anfangs auch ein junger Adliger aus einem der einflussreichsten Stämme Galliens: Vercingetorix. Noch steht er loyal an Caesars Seite - fasziniert von Macht und Kultur des Eroberers. Doch bald schon wird er zum erbitterten Gegner. Caesar weiß: Sein Schicksal wird sich in Gallien entscheiden.

Suche nach Gleichgesinnten



In den ersten Jahren des Gallien-Feldzugs hat Caesar viele Stämme unterworfen oder sich zu Verbündeten gemacht. Aber jetzt regt sich Widerstand gegen die Besatzungsmacht. Die zum Aufstand Entschlossenen suchen im ganzen Land nach Gleichgesinnten. Hinter dem Rücken der Besatzungsmacht bilden sich Verschwörergruppen: Sie wollen den Aufstand wagen.

Doch die keltischen Stämme sind sich uneins, ob oder wie man sich den Römern entgegenstellen soll. Oft weicht anfängliche Entschlossenheit der Furcht vor der militärischen Stärke des Feindes. Viele sind ratlos. Die einen wollen sich der Schutzmacht Rom unterwerfen, die anderen hoffen, Unabhängigkeit von Rom zu erlangen. Noch gibt es keinen gemeinsamen Widerstand. So ist manches Dorf der geballten militärischen Macht der Römer hilflos ausgeliefert.

Angriffe Tag und Nacht

Innerhalb von drei Jahren erobern Caesars Soldaten auf diese Weise große Teile Galliens - ohne auf nennenswerten Widerstand der Kelten zu stoßen. Üblicherweise kämpfen die Römer bei Tag. Aber Caesar ändert das: Er lässt seine Truppen auch bei Nacht angreifen, um den Gegner zu überraschen. Für die römischen Legionäre sind solche Überfälle Routine: Dabei können sie sich Nahrung beschaffen und Beute machen. Die Bevölkerung wird dabei nicht geschont.

Caesars Bericht verschweigt die Gräuel des Krieges nicht: "Als unsere Truppen die Stadt Avaricum stürmten, waren unsere Soldaten von den anstrengenden Belagerungsarbeiten so erregt, dass sie nicht einmal Greise, Frauen und Kinder schonten. Von der ganzen Bevölkerung, deren Zahl etwa 40.000 betragen hatte, konnten am Ende kaum 800 zu Vercingetorix entkommen."

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