Cassini-Karte und Toledo

Neue Geschichten um Jahwes Gold

Vielleicht liegt der Schlüssel zur Lösung des Rätsels auch ganz woanders. Jahrelang hat der britische Autor Richard Andrews in Rennes-le-Château recherchiert.

Dabei ist er auf eine verblüffende Lösung für die eigentliche Bedeutung der ominösen Worte "la mort" gestoßen.

Geheimnis in Flammen

Kannten die beiden Geistlichen Gelis und Saunière die Cassini-Karte? Identifizierten sie "La Mort"? Gruben sie dort das Gold aus und verhökerten es? Saunière starb 1917 in einer Winternacht. Auf dem Totenbett soll er das Geheimnis seiner Haushälterin und Geliebten Marie Dérnanaud anvertraut haben. Sie überlebte den Priester um fast vierzig Jahre.


Kurz vor ihrem Tod verbrannte sie dicke Bündel von Geldscheinen. Sie waren durch die Einführung neuer Banknoten wertlos geworden. Tauschte sie das Vermögen nicht um, weil sie seine Herkunft nicht preisgeben wollte? Löste sich in den Flammen das Vermächtnis eines Priesters auf Abwegen in Rauch auf?

Goten in Toledo

Was auch immer in dem französischen Dorf geschah - um die Odyssee von Jahwes Gold ranken sich noch andere Geschichten. Eine Spur führt weiter nach Süden - Richtung Spanien. Über Jahrzehnte von den Franken aus dem Norden bedrängt, ziehen sich die Westgoten um die Mitte des 6. Jahrhunderts dorthin zurück. Toledo, die alte Metropole im Herzen des Landes, machen die gotischen Herrscher zur Hauptstadt ihres Reiches.

In der strategisch günstig gelegenen Festung beziehen sie Residenz. Kostbare Güter lassen sie hinter den Mauern in Sicherheit bringen. Legenden malen jene Epoche in schillernden Farben. Von einem unterirdischen Palast und dem "Tisch des Salomon" ist die Rede. Wie kommt es, dass bei den Einwohnern von Toledo ein jüdisches Kultobjekt bis heute populär ist?

Kammern als Tresor

Vielleicht sind die zahllosen Höhlen unter der Stadt der reale Kern in der phantastischen Erzählung vom Zauber-Palast tief in der Erde. Ein Labyrinth mit endlosen Gängen. Weil sie einzustürzen drohten, ließen die Behörden inzwischen die meisten Stollen zuschütten. Vermutlich nutzten die Goten die dunklen Kammern als Tresor für ihren Staatsschatz. Der Sage nach gehörte der goldene Tisch aus Jerusalem dazu. Die Menora jedoch findet keine Erwähnung.

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