Chronik Amerika

Von den ersten "Hochhäusern" der Pueblos bis zum Amerikanischen Bürgerkrieg

Weltkarte mit Amerika
Weltkarte mit Amerika

8. Jahrhundert Die Anasazi, ein altes Pueblo-Volk, errichten im Chaco Canyon in New Mexico die ersten "Hochhäuser" in Nordamerika. Im Jahre 1130 verlassen sie ihre Heimat.

10. Jahrhundert Untergang der Maya-Kultur. Die klassische Maya-Zivilisation umfasste eine Reihe von Stadtstaaten, die jeweils einen eigenen Herrscher und ihm untergebene Verwalter hatte. Mit der Ausbreitung über die ganze Yucatán-Halbinsel erreichte die Hochkultur der Maya ihre Blütezeit.

1000 Überlieferungen zufolge sind die Irokesen aus dem unteren Mississippi entlang des Ohio eingewandert.

Um 1000 Von Grönland aus startet der Isländer Leif Eriksson mit 35 Mann eine Fahrt an die Küste Nordamerikas und betritt, vermutlich als erster Europäer, nordamerikanischen Boden.

Um 1050 Angehörige der Mississippi-Kultur erbauen die Stadt Cahokia. Die typischsten Merkmale von Cahokia sind die Mounds (menschengemachte Hügel) und die Grand Plaza. Bis ins 12. Jahrhundert hinein leben die Mississippians an den Ufern des Mississippi. Entlang des großen Flusses bauten sie ihre Häuser aus Holz und Stroh und Pyramiden aus Erde.

Um 1200 Hoch in den Anden gründen die Inka die Stadt Cusco.

1320 bis 1350 Erste Niederlassung der Azteken im Gebiet von Tenochtitlán. Neuere Ausgrabungen lassen auf eine Zeit zwischen 1100 und 1200 schließen.

1450 Johannes Gutenberg erfindet den Buchdruck Gedruckte Pamphlete verbreiten neue Ideen in Windeseile über den Kontinent. Eine ganze Gesellschaft wird von diesem Aufbruchfieber erfasst. Sie richtet ihren Blick nicht nur auf die Missstände im eigenen Land, sondern auch auf das, was hinter dem Horizont verborgen liegt. Ihre Heimat wird vielen plötzlich zu eng. Das ist die Zeit, in der die Könige Europas Seefahrer in ferne Länder schicken.

1469 Heirat der Thronfolger Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon.

1478 Wiedereinführung der Inquisition in Aragon und Kastilien.

1488 Dem Portugiesen Bartolomeu Diaz gelingt als erstem Europäer die Umsegelung des Kaps der Guten Hoffnung.

1492 Am 12. Oktober landet Kolumbus in Amerika.

Ab 1492 wurde der Doppelkontinent nach und nach von europäischen Staaten in Besitz genommen. Die unterschiedlichen Kolonisierungs- und Besiedlungsformen haben gravierende Auswirkungen auf die dort angetroffenen Kulturen. Während im Norden ein Jahrhundert lang der Handel vorherrscht, und erst nach 1600 dauerhafte Kolonien an der Ostküste entstehen, erobern Spanier binnen weniger Jahrzehnte die Großreiche Lateinamerikas. Während im spanischen Bereich mehr als drei Viertel der Indianer leben, erhalten Portugal mit Brasilien und Frankreich und England mit dem Norden die dünner besiedelten Regionen.

1493 Auf seiner zweiten Reise bringt Kolumbus acht Schweine in die Karibik. 20 Jahre später fressen sich bereits 30 000 Schweine durch Kuba. In wenigen Jahrzehnten erobern sie die Anden, den Amazonas und den Norden Amerikas.

1497 Giovanni Caboto erreicht als erster Europäer das amerikanische Festland, glaubt sich aber in China.

1498 Der Portugiese Vasco da Gama erreicht erstmals Indien auf dem Seeweg um Afrika herum.

1499 Der Florentiner Kaufmann Amerigo Vespucci schließt sich im Auftrag der italienischen Kaufmannsfamilie Medici einer Reise nach Südamerika an. Er glaubt im Gegensatz zu Kolumbus an die Entdeckung eines neuen Kontinents.

1504 Amerigo Vespucci veröffentlicht unter dem Titel "Mundus Novus" (Neue Welt) seine Reiseberichte. Nach ihm - und nicht nach Columbus - wird die Neue Welt benannt.

1506 Tod von Christoph Columbus, der nach vier Amerikareisen immer noch glaubt, Indien entdeckt zu haben.

1507 Der deutsche Kartograf Martin Waldseemüller erstellt mit Matthias Ringmann die erste Weltkarte mit den neuen Entdeckungen.

1519 Der Portugiese Ferdinand Magellan beginnt die erste Weltumseglung (bis 1522).

1521 Der spanische Konquistador Hernan Cortes lässt die eroberte aztekische Hauptstadt Tenochtitlan zerstören.

1532 Ein spanisches Expeditionsheer unter Francisco Pizarro richtet in Cajamarca ein Massaker unter den Inka an.

1539 Der spanische Konquistador Hernando de Soto landet in Florida.

1588 Niederlage der spanischen Armada im Ärmelkanal gegen die Engländer

Nach 1600 Die Zeit der systematischen Besiedlung Amerikas beginnt. Immer neue Wellen von Kolonisten erreichen die Neue Welt. England verdrängt Spanien und wird die neue Großmacht in Europa. Nun erhebt die Britische Krone Anspruch auf ihren Teil der Neuen Welt.

1607 Engländer gründen ihre erste Siedlung im heutigen Virginia: Jamestown, nach ihrem König benannt.

1618 bis 1648 Dreißigjähriger Krieg in Europa

1619 Die ersten afrikanischen Sklaven landen an Bord eines holländischen Schiffes in Jamestown.

1620 Englische puritanische Auswanderer erreichen auf der "Mayflower" Nordamerika und siedeln sich in Massachusetts an (Plymouth).

1623 Der niederländische Handelsposten Fort Orange wird auf dem Territorium der Mohawk (dem Völkerbund der Irokesen zugeordnet) gegründet.

1624 30 niederländische Familien gründen die Siedlung Neuamsterdam am Hudson, das heutige New York City.

1636 Gründung der Harvard University in Cambridge/Massachusetts

1637 Der blutigste der kolonialen Indianerkriege: Pequot-Indianer lehnen sich in Neuengland gegen die Puritaner auf. Eine Strafexpedition tötet 500 Männer, Frauen und Kinder. Die Überlebenden werden versklavt. Kein Einzelfall. Vor dem Eintreffen der Europäer leben in Nordamerika etwa sieben Millionen Indianer. Etwa 100 Jahre nach dem Eintreffen hat sich die Anzahl bereits um 90 Prozent reduziert.

18. Jahrhundert Über Spanien verbreitet sich die Kartoffel erst in Italien, dann Österreich-Ungarn, schließlich in Holland, der Bretagne, der Schweiz und England. In Deutschland fördert Friedrich der Große im 18. Jahrhundert die Kultivierung der Knolle.

1763 Neuspanien erreicht seine größte Ausdehnung.

1776 Amerikanische Unabhängigkeitseerklärung (4th of July). Gründungstag der Vereinten Staaten von Amerika. Die bis dahin mehr als 150 Jahre andauernde angelsächsische Besiedelung des nordamerikanischen Kontinents erweist sich als prägend für die Nationalgeschichte der USA.

1789 Erster US-Amerikanischer Präsident George Washington

Um 1800 Die Verwandlung Amerikas ist sehr weit vorangeschritten. Neuspanien und Neuengland haben sich etabliert. Als es im Osten kein Land mehr zu erobern und zu besiedeln gibt, setzt der Treck nach Westen ein.

1810 Mexiko erklärt seine Unabhängigkeit von Spanien.

1861 bis 1865 Amerikanischer Bürgerkrieg zwischen den Sklavenhandeltreibenden Südstaaten den Sklavenhandelablehnenden Nordstaaten

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