Chronik - Cäsar und Pompeius

Aus Freunden werden Feinde

Der gewaltsame Tod der Volkstribunen Tiberius und Gaius Gracchus im vorletzten vorchristlichen Jahrhundert führte zur politischen Spaltung in Rom: die Republikaner, auch Optimaten genannt, eine konservative Elite, die den Senat stärken will, gegen die Popularen, die die Macht des römischen Volkes stärken wollen.


100 Cäsars Geburt


70 Pompeius Magnus schließt sich als Konsul den Popularen an, Cäsars Eintritt in die römische Politik als Senator


65 Cäsar veranstaltet spektakuläre Gladiatorenspiele, um das römische Volk zu beeindrucken.


61 Cäsar geht als Statthalter nach Spanien und bekriegt die unabhängigen Völker Nordportugals.


60 Der Konservative Cato stellt sich den verbündeten Popularen Pompeius und Cäsar bei den Konsulwahlen in den Weg und schickt Bibilus ins Rennen. Cäsar gewinnt die Wahl mit überwältigender Mehrheit.


59 Machtkämpfe im Senat zwischen Bibilus und Cäsar/Pompeius. Cäsar gibt Pompeius seine Tochter Julia zur Frau.


58 Cäsar geht als Prokonsul und Statthalter nach Gallien und führt dort Kriege (zum Beispiel gegen die Helvetier).


57 Cäsar besiegt in Gallien die kühnen und tapferen Belger.


55 Pompeius lässt sich zum Konsul wählen und stützt Cäsar in Rom. Cäsar besiegt zwei Stämme der Germanen auf römischem Boden und lässt für eine kurze Zeit eine Brücke über den Rhein bauen, um dort gegen Germanenstämme zu kämpfen. Später setzt er mit einer Flotte nach Britannien über.


54 Bei seiner zweiten Invasion in Britannien kommt er bis zur Themse.


53 Cäsar verkündet, dass ganz Gallien befriedet sei.


52 Wendepunkt in der Beziehung zwischen Cäsar und Pompeius: Pompeius' Frau und Cäsars Tochter Julia stirbt im Wochenbett. Das außerpolitische Band ist zerrissen.
In Rom selbst herrscht ein Sumpf aus Korruption und Skandalen. Die Konservativen suchen einen starken Mann und bemühen sich um Pompeius.
Die Gerüchte über den Niedergang Roms bestärken die Gallier zum gemeinsamen Widerstand. Ihr Anführer wird Vercingetorix. Dieser verliert die entscheidende Schlacht bei Alesia gegen die Truppen Cäsars. Gallien ist nun römisch, eine weitere Provinz innerhalb eines riesigen Reiches.
Pompeius heiratet die Tochter eines Senatsaristokraten und wendet sich politisch den Konservativen um Cato zu.


51 Cato wiegelt Pompeius gegen Cäsar auf. Pompeius fordert Cäsar auf, sein Kommando zurückzugeben.


50 Cäsar veröffentlicht ein achtbändiges Werk mit dem Titel Commentarii de bello Gallico, in dem er seine Ruhmestaten verherrlicht. In Rom droht ein Bürgerkrieg zwischen Anhängern Cäsars und Pompeius/Cato


49 Der Streit zwischen Cato und Cäsar spitzt sich zu. Die Republikaner um Cato lassen Cäsars Männer aus dem Senat werfen.
Cäsar überquert mit seiner Legion den Rubikon, eine Kriegserklärung an Rom. "Der Würfel ist gefallen". Cäsar ist auf einem siegreichen Weg nach Rom.
Pompeius lässt Rom evakuieren, um im Osten mit den griechischen Verbündeten eine starke Streitmacht aufzubauen. Pompeius' und Cäsars Truppen begegnen sich in der Hafenstadt Brundisium wo Cäsar versucht, Pompeius an der Überfahrt zu hindern. Doch Pompeius entkommt mit seinen Truppen.
Cäsar reitet nach Rom, bemächtigt sich der Goldreserven und besiegt die letzten pompeianischen Legionen in Spanien. Im Winter kehrt er nach Brundisium zurück, um Jagd auf Pomepeius zu machen.


48 Cäsar landet mit sieben Legionen in der Nähe von Dyrrhachium und belagert Pompeius Truppenplatz. Bei einem ersten Gefecht fügt Pompeius Cäsar eine Niederlage bei.
Cäsar schlägt sich mit seinen Truppen bis Pharsalos durch. Pompeius macht sich siegesbewusst an die Verfolgung Cäsars.
In Phrasalos richten beide Truppen ihr Lager ein. Pompeius wird von Cato zu einem raschen Eingreifen gedrängt. Trotz kleinerem Heer besiegt Cäsar mit der besseren Taktik die Legionen Pompeius'. Pompeius flieht, Cäsar entscheidet den Bürgerkrieg endgültig zu seinen Gunsten.


46 Nach weiteren Schlachten gegen senatsverbündete Legionen in Nordafrika und Spanien kehrt Cäsar nach Rom zurück. Eine umfassende Reform bleibt jedoch aus. Cäsar beschenkt die Bürger mit Rechten und Gelderlassen, sorgt aber gleichzeitig mit repressiven Gesetzen für seine Machterhaltung.


44 Cäsar weist den Titel und Krone eines Königs zurück, akzeptiert aber das Amt eines Diktators auf Lebenszeit.
Die Debatte um die Freiheit geht aber im Senat weiter. Unter dem Vorwand Cäsar einen Petition zu überreichen, wird er in der Kurie von Senatoren unter Führung von Brutus niedergestochen. Die Verschwörer begeben sich zum Kapitol und verkünden dem Volk die Freiheit. Doch das Ende der Republik ist besiegelt, Cäsars Nachfolger Octavian wird als Augustus im Jahr 27 vor Christus der erste Kaiser von Rom.

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