Chronik der Ereignisse

Champollion und die Entschlüsselung der Hieroglyphen


1636 erkennt der jesuitische Gelehrte und Mathematiker Athanasius Kircher, inspiriert von den mit Inschriften versehenen Obelisken Roms, dass das in den Kirchen Ägyptens noch immer verwendete Koptisch ein abgewandelte Form des Altägyptischen war.


1761 vermutet Abbe Barthelemy, dass die Kartuschen als Umrahmung einiger Hieroglyphen dazu dienten, die Namen von Göttern oder auch von Königinnen hervorzuheben.


1790 wird Jean-Francois Champollion in Figeac im Südwesten Frankreichs geboren.


1797 stellt der dänische Gelehrte Georg Zoega die Vermutung an, die Hieroglyphenschrift habe möglicherweise ein phonetisches Element.


1798/99 Ägyptische Expedition Napoleon Bonapartes.


1799 Entdeckung des Steins von Rosette im Rahmen der Expedition.


Nach dem militärischen Scheitern des französischen Ägyptenfeldzugs erheben die Engländer Anspruch auf alle archäologischen Objekte.



1802 Übereignung des Steins von Rosette an das Britische Museum.



1803 veröffentlicht ein als Bürger Amelihon bekannter französischer Sprachwissenschaftler eine Transkription des griechischen Textes zusammen mit einer genauen lateinischen und einer spekulativeren französischen Übersetzung.


1809 veröffentlicht Champollion seine Geographie Ägyptens, erster Teil eines geplanten, viel umfangreicheren Werkes. Er wurde dafür mit einer Professur für Alte Geschichte an der neu gegründeten Universität von Grenoble belohnt.


1809-1829 Veröffentlichung der Description, einer ausführlichen Beschreibung der Beobachtungen und Forschungen während Napoleons Ägypten-Expedition.


1814 dankt Napoleon ab und verlässt Frankreich in Richtung Elba. Ludwig XVIII. besteigt den Thron. Die Champollion-Brüder beginnen, die Monarchie offen zu kritisieren.


Der britische Universalgelehrte Dr. Thomas Young beginnt mit der Entschlüsselung von Hieroglyphen. Es gelingt ihm wenigstens vierzig Hieroglyphenzeichen zu entziffern, die nach Veröffentlichung hilfreich für Champollions Arbeit ist.



1815 treffen die Champollion-Brüder Napoleon auf dessen Rückreise aus Elba. Champollion veröffentlicht einen Artikel in dem er seine Treue zu Napoleon deutlich macht. Napoleon erlebt im selben Jahr sein Waterloo und muss erneut ins Exil.




1816 verlieren die Champollion-Brüder ihre Professorenstellen und werden im eigenen Land wegen politischer Aktivitäten in die Verbannung geschickt.


1817 kehrt Champollion nach dem das Urteil aufgehoben wird nach Grenoble zurück.


1822 stellt Champollion in Paris einen Teil seiner Forschungsergebnisse zu den Hieroglyphen vor.




1824 vollendet Champollion sein bahnbrechendes Werk "Abriss des hieroglyphischen Schriftsystems der Alten Ägypter".


1826 wird Champollion in Anerkennung seiner Arbeit zum Kustos der Ägyptischen Sammlung des Louvre ernannt.


1828 besucht Champollion Ägypten zum ersten und letzten Mal im Rahmen einer französisch-toskanischen Mission.


1832 stirbt Champollion an einem Schlaganfall.


1836 vollendet Bruder Jacques-Joseph die "Agyptische Grammatik" und gibt das Werk posthum heraus.

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