Chronik der Maya

Von der Vorklassik bis zum Niedergang des Reiches

Von den Anfängen über die Blütezeit bis zum Ende

Maya-Fotografie von Teobert Maler Quelle: ZDF


Ab 400 v.Chr, : In dieser Zeit entstehen die ersten bedeutenden Zentren der Maya-Kultur. Die Ausprägung der vorhandenen kulturellen Reste zeigen deutliche Spuren der Übernahme frühererTraditionen wie auch eigene Neuerungen.


ab 400 v.Chr.: Das erste bedeutende Mayazentrum Kaminaljuyú entwickelt sich im Hochland El Salvadors nach dem plötzlichen Niedergang der olmekischen Kultur, die bis dahin die Entwicklung in Mesoamerika maßgeblich bestimmt hatte. Dieses früheste aller Mayazentren weißt noch heute über 200 Pyramiden auf. Kurz darauf folgen weitere Zentren wie Chalchuapa.
ab 300 v.Chr.: Andere mächtige Zentren der Mayakultur entstehen im heutigen Belize und nördlichen Guatemala, darunter vor allem die größte Stadt El Mirador aber auch andere Zentren wie Cerros oder Cuello.
ab 100 n.Chr.: Die Mayastadt Tikal entwickelt sich durch ein enormes Wachstum der Bevölkerung zu einem städtischen Zentrum.



200 bis 400 n.Chr., : Kennzeichnend für diese Zeit ist der Untergang der alten vorklassischen Zentren wie Kaminaljuyú und Chalchuapa. Der Ausbruch des Vulkans Ilopango wird als Ursache für den Niedergang und den einsetzenden Exodus angesehen.





219: Die älteste bekannte Maya-Inschrift auf einer Stele in Tikal berichtet zum ersten Mal über die Etablierung einer Dynastie. Damit kommt der Machtanspruch einer einzigen Familie zum Ausdruck.
um 250: Der Vulkan Ilopango im Osten Salvadors bricht aus. Die durch ihn verursachten Verwüstungen, führen zur Aufgabe viele der ältesten Mayazentren. Die damit vermutete Abwanderung führt zur Verbreitung der Mayakultur über ihren Ursprungsraum hinaus.
um 280: In Yaxchilán kommte es zur zweiten bekannten Dynastiegründung. Im folgenden Jahrhundert folgen weitere bedeutende Zentren z.B. 360 Copán und 390 Palenque.



400 bis 610, : In dieser Zeit entwickelt sich die Stadt Teotihuacan im nördlichen Hochtal Mexikos zum maßgeblichen Zentrum, dass auch die Entwicklung der Mayastaaten in Kunst, Kultur und Architektur beeinflusst und dominiert. Die zwei Zentren der Mayakultur sind zu dieser Zeit Tikal und Calakmul, die aufgrund ihrer massiven Expansionspolitik in ständigem Konflikt stehen.





um 500: Gründung der ersten Dynastie in Calakmul und beginn der Auseinandersetzungen mit Tikal.
562: Tikal wird von Calakmul vernichtend geschlagen. Diese schwere Niederlage kann als Resultat der besseren Bündnispolitik Calakmuls angesehen werden, aber auch in der Krise Teotihuacans, das Tikal keine militärische Unterstützung mehr leisten konnte. Mit dem verschwinden Tikals, setzt eine Zäsur ein, die man in der Wissenschaft als "Hiatus" bezeichnet. Kennzeichnend für die Epoche ist das fast gänzliche Fehlen von Inschriften.



610 bis 900, Spätklassik: Diese Zeit stellt nach dem "Hiatus" die eigentliche Blütezeit der Mayakultur dar. Es entstehen auf ganz Yucatan große Städte mit teilweise mehr als 10.000 Einwohnern. Eine rege Phase des Baus von Tempeln und anderen großen Anlagen setzt ein.





ab 615: Die Stadt Palenque steigt zur führenden Macht unter ihrem König Pakal (der Große) auf.
647: Mit dem Bau des Tempels Olvidado revolutioniert Pakal die Maya-Architektur.
683: Pakal (der Große) stirbt mit über 80 Jahren. 692 wird der Tempel der Inschriften vollendet in der auch Pakal begraben liegt. Mit seinem Tod beginnt der Abstieg Palenques. Die letzte Inschrift aus Palenque datiert auf das Jahr 799.
um 800: Zu dieser Zeit beginnt der Zerfall der Mayastädte im Süden. Die Gründe dafür sehen Forscher in Kriegen, die, aufgrund einer wachsenden Bevölkerung, um die immer knapperen Ressourcen geführt werden. Eine andere Gruppe beruft sich auf Naturkatastrophen oder dem Vordringen fremder Stämme, wie den Tolteken.
879: Chichen Itza wird gegründet. Mit dieser Stadt etablieren sich ein ganze Reihe von neuen Städten wie Uxmal und Mayapan im Norden Yucatans. Im Gegensatz zu den Städten weiter im Süden, erlangen diese erst um 900 bzw. 1000 ihre eigentliche Blüte. Einige Forscher sehen darin eine Abwanderung der Maya aus dem Süden in den Norden Yucatáns.



900 bis 1200, Nachklassik: In dieser Zeit setzt der endgültige Zusammenbruch der Mayastädte ein. Auch die Zentren weiter im Norden sind nun betroffen. Mit dieser Entwicklung einher geht der weitere Vorstoß der Tolteken tief in den Norden Yucatáns.





ab 950: Der toltekische Einfluss erreicht Chichen Itza und führt dieses zu seiner höchsten Blüte. Neue Kulte werden eingeführt wie die des Gottes Quetzalcoatl.
um 1000: Die Städte Uxmal, Sayil und Kabah werden aufgegeben. Kurz danach findet auch die Besiedlung in Chichen Itza ein plötzliches Ende.
ab 1007: Mayapan steigt zum letzten bedeutenden Zentrum der Mayakultur auf, ohne jedoch die hohe Kunstfertigkeit der Spätklassik zu erreichen. Die Stadt kann sich bis ca.1440 behaupten. Zu dieser Zeit fällt Mayapan einer Revolte zum Opfer.




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