Chronik Europas

Hunderte von Jahrmillionen Erdgeschichte

Europa - ein uralter Kontinent. Vor wieviel Millionen Jahren beginnt seine Geschichte? Welche Epochen hat es durchwandert und wie kam dieser vielfältige Kontinent zu seiner heutigen Form?

Vor 500 Millionen Jahren

Vor 350 bis 300 Millionen Jahren

Vor 220 Millionen Jahren

Vor 190 Millionen Jahren

Vor 130 Millionen Jahren

Vor 65 Millionen Jahren

Vor sechs Millionen Jahren

Durch einen unterirdischen Vulkanausbruch entsteht die Kontinentmasse, die später einmal Europa werden soll. Die über den ganzen Globus verstreuten Einzelteile driften auf gewaltigen Magmaströmen, die unter der Erdoberfläche kochen.



Das Zeitalter des Karbon, auch Kohlezeit genannt, bringt tektonische Veränderungen für Europa. Das Land hebt und senkt sich, wird immer wieder vom Meer überflutet. Das Karbon (lateinisch carbo = Kohle) hat seinen Namen von den in dieser Zeit der Erdgeschichte besonders häufigen Steinkohleablagerungen, die in warmen Sumpfgebieten entstanden sind. Die abgestorbenen Pflanzen konnten nicht zersetzt werden, es entstand Torf. Sobald der Torf mit Sedimenten bedeckt war, begann durch hohen Druck und steigende Temperatur der Prozess der Inkohlung. Zeitlich wird das Karbon vom älteren Devon und vom jüngeren Perm begrenzt.


Der Superkontinent Pangäa entsteht. Umgeben vom gewaltigen Ozean Panthalassa befand sich der Kontinent etwa an der Stelle, wo heute Afrika liegt.


Das Juragebirge, welches sich durch die Schweiz, Frankreich und Deutschland zieht, besteht hauptsächlich aus den Ablagerungen aus der Jurazeit. Es handelt sich dabei um helle Kalke, die im damaligen Meer abgelagert worden sind. Zu Beginn des Jura trennt sich Pangäa in einen Nordteil (Laurasia) und einen Südteil (Gondwanda). Der Südkontinent Gondwanda umfasste das heutige Afrika mit Madagaskar, Südamerika, die Antarktis, Australien und den indischen Subkontinent. Zum Nordkontinent Laurasia gehörten das heutige Europa, Asien ohne Indien und Nordamerika.


Die Kreidefelsen auf der Ostseeinsel Rügen entstehen. Kreide ist ein feines Sedimentgestein, das durch Ablagerung der Schalen von fossilen Kleinlebewesen wie Coccolithen (winzige Kalkplättchen) und Kammerlinge (Amöben) entstanden ist.


Gegen Ende der Kreidezeit hängen Eurasien und Nordamerika noch zusammen, driften aber an den heutigen Alpen auseinander. Europa wird zum eigenständigen Kontinent. Südamerika und Afrika lösen sich voneinander. Die Antarktis ist zum größten Teil noch an ihrer heutigen Position, aber Australien hängt noch an ihr. Indien hat sich von Afrika gelöst und bewegt sich auf Eurasien zu. Afrika driftet weiter nach Norden. Durch den Aufprall auf die europäische Kontinentalplatte werfen sich die Pyrenäen, die Karpaten und die Alpen auf.



Afrika rückt wieder ein Stück näher. Langsam schließt sich die Straße von Gibraltar und das Mittelmeer verwandelt sich in eine trockene Salzlandschaft.

Vor 10.000 Jahren

Mit einem erneuten Beben der afrikanischen Platte wird die Landbrücke brüchig. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel enorm an und bahnt sich seinen Weg durch die Straße von Gibraltar. Europa hat seine heutige Form erreicht.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet