Chronik Heinrich Schliemann

Die wichtigsten Stationen des bedeutenden Archäologen

Büste von Heinrich Schliemann Quelle: ZDF


6. Januar 1822 Geburt von Heinrich Schliemann in Neubuckow


1841 Schliemann beschließt nach Venezuela auszuwandern.


28. November 1841 Schliemann heuert als Kajütenjunge auf der Brigg "Dorothea" an, Ziel: Südamerika. Die "Dorothea" kentert jedoch vor Texel. Schliemann geht nach Amsterdam und wird erfolgreicher Kaufmann.


4. Juli 1850 Beim Besuch des Bruders in Nordamerika bekommt Schliemann die amerikanische Staatsbürgerschaft verliehen.


1852 Heirat mit einer russischen Kaufmannstochter, drei Kinder


1864 Schliemann zieht sich aus dem Geschäftsleben zurück und bereist die Welt.


1865 Beginn eines Studiums der Altertumswissenschaften in Paris.


1868 Der Lebenstraum der Entdeckung Trojas nimmt Gestalt an. Schliemann besucht zum ersten Mal die Troas, ein Gebiet mit Besiedlungsresten, die bis ins 4. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen.


14. August 1868 Schliemann verpasst ein Schiff in Canakkale und trifft auf Frank Calvert. Dieser gibt den entscheidenden Hinweis auf den Hügel von Hisarlik.


1869 Promotion zum Dr. phil. mit seinem zweiten Buch (Ithaque, le Péloponnèse, Troie), Scheidung von seiner russischen Frau. Schliemann heiratet eine 17-jährige Griechin, zwei Kinder (Andromache, Agamemnon).


1870 Erste Probegrabungen auf dem Hügel Hisarlik.


1871 Schliemann verkündet, er habe das antike Troja des Homer gefunden.


Frühsommer 1873 Fast drei Jahre lässt Schliemann graben. Er investiert ein Vermögen - doch die deutsche Wissenschafts-Elite lacht über den Schatzsucher und seine Vision vom real existierenden Troja des Dichters Homer. Im Frühsommer kündigt Schliemann enttäuscht an, die Arbeiten einzustellen.


15. Juni 1873 Entdeckung des Goldschatzes von Troja


5. August 1873 Die Augsburger Allgemeine berichtet: Heinrich Schliemann hat den Schatz des Priamos gefunden.


1874 Erste Probegrabungen in Mykene


18. August 1875 Der 53-jährige Dr. Heinrich Schliemann hält in Rostock einen Vortrag zum Thema "Troja und seine Ruinen".


1876 Systematische Grabungen in Mykene. Er findet ein königliches Gräberfeld. Der spektakulärste Fund: eine Maske aus purem Gold. Schliemann glaubt, endlich das Antlitz von Agamemnon zu sehen.


1881 schenkt Schliemann seine "Sammlung Trojanischer Alterthümer" dem deutschen Volk "zur ewigen und ungeteilten Aufbewahrung in der Reichshauptstadt". Im Gegenzug wird ihm auch die ersehnte wissenschaftliche Anerkennung zuteil. Dank der Fürsprache von Rudolf Virchow wird Schliemann zum Ehrenmitglied der anthropologischen Gesellschaft und zum Ehrenbürger von Berlin ernannt.


26. Dezember 1890 Überraschender Tod von Heinrich Schliemann in Neapel


1892 Umbettung des Leichnams in ein Grabmal in Athen

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