Chronik Humboldt

Die wichtigsten Stationen des Forschungsreisenden

Gemälde Alexander von Humboldt Quelle: ZDF


1777 Die Söhne Alexander und Wilhelm werden in allerlei Sprachen und Fächern ausgebildet, wobei Alexander immer hinter Wilhelms schneller Auffassungsgabe herhinkt. Es gibt insgesamt über 20 Hauslehrer, unter anderem den preußischen Diplomaten und Gelehrten Christian Wilhelm Dohm und den Theologie- und Philosophiestudenten Joachim Heinrich Campe.


1779 stirbt der Vater Alexander Georg von Humboldt, Major und Kammerherr. Alexander und sein Bruder wachsen in Schloss Tegel mit ihrer strengen Mutter Marie Elisabeth von Humboldt auf, die aus einer französischen Hugenottenfamilie stammt. Der Unterricht bei Daniel Chodowiecki, Direktor der Akademie der Künste, weckt die Begabung Alexanders fürs Zeichnen.


1786 Erstes Ausstellungsstück in der Berliner Akademie


1787/88 Erstes Studiensemester an der Universität Frankfurt an der Oder, in Kameralistik


1788 geht Alexander wieder zurück nach Berlin, wo er den Botaniker Willdenow trifft, der ihn sehr beeindruckt und ihn mit der Pflanzenkunde vertraut macht.


1789 studiert Alexander an der Universität von Göttingen und baut sich ein Netz von freundschaftlichen Beziehungen auf.


1790 veröffentlicht Alexander als Ergebnis einer Rheinreise sein erstes größeres Werk.


1791 Studium an der Freiburger Bergakademie, wo Humboldt den renommierten Gottlob Werner kennen lernt, den Hauptvertreter der neptunistischen Schule. Seine Forschung über Pflanzen in Stollen und Schächten fasst er in dem Werk " Florae Fribergensis specimen ..." zusammen, das ihm einigen Ruhm einbringt.


1792 nimmt Humboldt eine offizielle Stellung in der deutsch-preußischen Bergwerks- und Hüttengesellschaft an.


1795 wird er zum Oberbergrat ernannt. Im gleichen Jahr unternimmt er Reisen in die Schweiz und nach Italien.


1796 stirbt Alexanders Mutter Marie Elisabeth. Sie hinterlässt ihm ein beachtliches Erbe.


1796/97 Alexander studiert in Jena Anatomie, während den Vorlesungen lernt er Goethe kennen.


1798 siedelt Alexander nach Paris über, wo seine zukünftige wissenschaftliche Heimat sein wird. Dort trifft er Vorbereitungen für eine große Reise nach Südamerika.


1799 Aufbruch von Madrid zur venezolanischen Küste, die nach 22 Tagen auf See erreicht wird. Begleitet wird er von dem Botaniker Aimé Bonpland.


1799-1800 Reise durch Südamerika: Besuch in Caracas, Fahrt auf dem Orinoco-Strom, Kartierungen und Vermessungen Tausender Pflanzen und Tiere


1801 reist Humboldt von Kuba nach Cartagena im heutigen Kolumbien, über den Magdalenenstrom nach Bogotá, schließlich nach Lima.


1803-1804 Aufenthalt in Mexiko: Hier untersucht Alexander unter anderem heiße Quellen und altmexikanische Bilderschriften.


1804 Abschluss seiner Reise in Philadelphia als Gast Thomas Jeffersons in Washington. Noch im selben Jahr kehrt Humboldt nach Europa zurück und trifft im August in Bordeaux ein. Doch durch den Krieg Preußens mit Frankreich und Napoleons Abneigung gegenüber Alexander, kann er zunächst nicht nach Paris zurückkehren. Statt dessen arbeitet er seinen Reisebericht aus.


1805 Im November setzt er seine wissenschaftliche Arbeit in Berlin fort.


1807 erscheint das Werk "Ansichten der Natur, mit wissenschaftlichen Erläuterungen".


1808 geht Humboldt als Begleiter des Prinzen Wilhelm nach Paris, wo er nach der Erlaubnis des Königs Friedrich Wilhelm III. auch bleiben darf.


1808-1827 Aufenthalt in Paris, wo er sich Forschungen und der Aufarbeitung seiner Südamerikaaufzeichnungen widmet. Besonders beschäftigt ihn sein 30-bändiges Hauptwerk "Voyage aux régions équinoxiales du Nouveau Continent ... Grande Édition 1805-1834".


1827 kehrt Humboldt auf Geheiß des Königs zurück nach Berlin.


1827-1828 liest Humboldt seine "Kosmos-Vorlesung" in der Universität Berlin, die großen Zuspruch erfährt.


1829 unternimmt der mittlerweile 60-jährige Alexander eine seiner letzten Expeditionen. Im Auftrag des Zaren Nikolaus I. und in Begleitung von Botanikern, Medizinern und Zoologen reist er nach Russland. Die Reise wird vom Zaren großzügig finanziert und so legt Humboldt innerhalb eines halben Jahres mehr als 15.000 Kilometer zurück.


1834 Humboldt beginnt die 17 Jahre dauernde Arbeit an seinem Werk "Kosmos", das all seine Forschungsergebnisse lebendig darstellen sollte und das für das breite Publikum bestimmt war.


1859 Am 6. Mai stirbt Alexander von Humboldt 89-jährig an Altersschwäche.

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