Chronik zu Konstantins Leben und Wirken

Ein Reich, ein Gott, ein Kaiser - Konstantins politische Vision

Als kluger Stratege und weitsichtiger Politiker war er über 30 Jahre römischer Kaiser. Konstantin I., später auch der Große genannt, zählt zu den berühmtesten und gleichzeitig umstrittensten Herrschern des Imperium Romanum. Blutige Bürgerkriege, tiefgreifende Reformen, die Gründung Konstantinopels als neues Machtzentrum und die Taufe sind Meilensteine seines Lebensweg.

Um 275
Konstantin wird an einem 27. Februar nahe Naissus (heute Nais in Serbien) als illegitimes Kind des Militärtribunen Constantius Chlorus und der Stallwirtin Helena geboren.

293 Einführung des Vierkaisertums (Tetrarchie) durch Diokletian. Constantius Chlorus wird Caesar (Unterkaiser) im Westen.

293 - 305/306
Konstantin lebt am Hof Diokletians in Nikomedia (Kleinasien) und erhält dort seine Ausbildung, unter anderem durch den lateinischen Rhetor Laktanz.

305 Constantius Chlorus wird Augustus (Kaiser) im Westen.

306 Am 25. Juli stirbt Constantius Chlorus. Konstantin wird von den Truppen seines Vaters in Eburacum (heute York) in Britannien zum Augustus (Kaiser) für den Westen ausgerufen, wird später aber nur als Caesar (Unterkaiser) anerkannt.

306 Am 28. Oktober lässt sich Maxentius in Rom zum Gegenkaiser küren.

307 Im Herbst heiratet Konstantin Fausta in seiner Residenzstadt Trier.

310
Konstantin hat "heidnische Vision". Der Gott Apollo soll ihm erschienen sein.

311
Am 30. April beendet Kaiser Galerius durch sein Toleranzedikt die Christenverfolgung. Im Mai stirbt Galerius.

312
Am 27. Oktober hat Konstantin der Legende nach seine "christliche Vision". Am 28. Oktober siegt Konstantin in der Schlacht an der Milvischen Brücke über Maxentius, der im Tiber den Tod findet. Am 29. Oktober zieht Konstantin in Rom ein. Er ist jetzt Alleinherrscher im Westen.

313
Anfang des Jahres trifft Konstantin in Mailand mit seinem östlichen Kollegen Licinius eine Vereinbarung über die Machtaufteilung im Reich. Verheiratung von Konstantins Halbschwester Constantia mit Licinius. Am 30. April schaltet Licinius verabredungsgemäß seinen Mit-Kaiser Maximinus Daia aus. Er ist nun Alleinherrscher im Osten.

315
Decennalien (10-Jahresfeier) Konstantins. Einweihung seines Ehrenbogens in Rom.

316
Erster Krieg zwischen Konstantin und Licinius. Am 8. Oktober siegt Konstantin bei Cibalae.

321
Endgültiger Bruch zwischen Konstantin und Licinius.

323
Goten fallen in den Reichsteil des Licinius ein, werden aber von Konstantin besiegt.

324
Zweiter Krieg zwischen Konstantin und Licinius. Am 3. Juli siegt Konstantin bei Adrianopel in Thrakien, am 18. September bei Chrysopolis in Kleinasien. In Nikomedia muss sich Licinius unterwerfen. Konstantin ist nun Alleinherrscher im gesamten Imperium Romanum.

325
Konstantin lässt Licinius ermorden. Vom 20. Mai bis 19. Juni nimmt Konstantin am Konzil von Nicaea teil. Am 25. Juni Vicennalien (20-Jahrfeier) in Nikomedia.

326
Konstantin lässt seinen Sohn Crispus (aus einer Beziehung vor der Ehe mit Fausta) und seine Frau Fausta umbringen.

330
Am 11. Mai weiht der Kaiser sein neues Machtzentrum am Bosporus ein: Konstantinopel.

335
Am 25. Juli begeht Konstantin seine Tricennalien (30-Jahrfeier) in Konstantinopel. Die offiziellen Feierlichkeiten dauern ein Jahr.

337
Konstantin will gegen die Perser zu Felde ziehen und bereitet den Krieg vor. Doch am 22. Mai stirbt Konstantin. Kurz zuvor hat er sich taufen lassen.

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