Das Feuer tobt weiter

Kampf ums Fährterminal als heldenhafteste Leistung

Noch immer findet die Tragödie kein Ende. Die Brände vernichten immer größere Teile der Stadt. Auch die Parks sind zunehmend bedroht. Wieder sind viele auf der Flucht, darunter Hugh Liang, der auf einem Militärboot Unterschlupf sucht.

Zu seiner Verwunderung wird Hugh Liang trotz seiner fremdländischen Herkunft ohne Murren aufgenommen: "Sie nahmen mich mit nach Napa und gaben mir sogar etwas Geld. Ich war froh, zu erleben, dass es Amerikaner gab, die nichts gegen mich hatten, obwohl ich chinesischer Abstammung war."

Funktionierende Soforthilfe

Während Hugh Liang der brennenden Stadt den Rücken kehrt, erreichen immer mehr Schiffe mit Hilfsgütern die Bucht. Eine der größten zivilen Hilfsaktionen der USA. Präsident Roosevelt stellt mehr als eine Millionen Dollar Soforthilfe zur Verfügung. Daneben hunderte Waggons mit Lebensmitteln, Zelten, Matratzen und Decken.


Doch während die Hilfsmaßnahmen langsam zu greifen beginnen, verschlingt der Feuersturm einen Häuserblock nach dem anderen. Die aufsteigende Luft verursacht einen Sog wie in einem Kamin, der die Feuersbrunst wie ein rasendes Geschoss hinter sich her zieht und alles auf seinem Weg vernichtet. Vom Wind angetrieben, dringen die Feuer bis zur Van Ness Avenue vor. Um zu verhindern, dass das Inferno die Flüchtlingslager erreicht, lässt Bürgermeister Schmitz auch hier ohne Rücksicht auf Verluste Schneisen sprengen.

Feuerwalze Richtung Park

Im Golden Gate Park verbreitet sich das Gerücht von einer rasenden Feuerwalze, die schon bald das Lager erfassen soll. Müde ziehen die Flüchtlinge weiter zu den Fähren, von denen sie sich Rettung erhoffen. Unter ihnen ist auch der Opernstar Enrico Caruso. Nach einer traumatischen Nacht im Park, will er nichts wie weg. Mehr als zehntausend Menschen strömen auf die Fähren zu. Jeder kämpft um einen Platz an Bord. Caruso und viele Andere haben Glück. Sie erreichen die andere Seite der Bucht.

Befehl kommt zu spät

Hungrig ziehen die Brände unaufhaltsam weiter bis plötzlich der Wind nachlässt. Und schließlich zeigen die Sprengungen ihre Wirkung. Das von General Funston geräumte Terrain wird von den Flammen nicht überwunden. Doch die Soldaten begehen einen Fehler. Im Eifer des Gefechts sprengen sie ein Gebäude, in dem mehrere tausend Liter Alkohol gelagert sind. Nach der Explosion frischt der Wind wieder auf und treibt die Flammen diesmal in Richtung Osten - neue Panik entsteht.


Schmitz fordert die sofortige Einstellung der Sprengungen, doch der Befehl des Bürgermeisters kommt zu spät. Das Feuer erfasst die Anlegestellen, die für Tausende die letzte Rettung sind. Damit die Flüchtlinge überhaupt Platz auf den überfüllten Schiffen finden, müssen viele ihr Gepäck zurücklassen. Es geht ums nackte Überleben. Die Soldaten überwachen die Evakuierung.

Verzweifelt versuchen Marinesoldaten, unter der Führung von Frederick Freemann, die Flammen vom Meer aus zurückzudrängen. An Land kämpfen die übermüdeten Feuerbrigaden gegen die Flammen. Der Kampf um die Rettung des Fährterminals und des Hafenpiers ist mit Sicherheit eine der heldenhaftesten Leistungen in der ganzen Katastrophe. John Dougherty schart alle seine Männer um sich. Er ist sich absolut bewusst darüber, dass das Schicksal vieler tausend Menschen von ihnen abhängt. Dougherty an Land - und Freeman auf dem Wasser. Feuerwehr und Marine in einem aussichtslosen Kampf.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet