Das hunnische Imperium

Königlicher Hofstaat

Das hunnische Imperium reichte im Jahre 448 nach Christus vom Schwarzen Meer bis zum Mittelmeer. Doch auch wenn Attila in Pannonien eine Residenz einrichteten, seine Untertanen überall Dörfer bildeten, richtig sesshaft wurden die Hunnen nie. Zu groß war das Reich und auch zu instabil.

Viele verschiedene Volksgruppen zählten zu den Nomaden der Steppe. Die Unterschiedlichkeit verlieh dem Volk auch schließlich seinen Namen: "Huni" - eine Sammelbezeichnung für die multi-kulturelle Gemeinschaft, die heute unter dem Namen Hunnen bekannt ist.

Lukrative Aussichten




Für viele Männer im Reich war eine Karriere am hunnischen Hof ein verlockendes Angebot mit lukrativen Aussichten. Die Plünderzüge, der ständige Geldfluss und die ausreichende Versorgung - in Attilas Reich ließ es sich gut leben.

Der Sitz des Königs lag vermutlich zwischen Donau und Theiß - ein Palast aus Holz, umgeben von starken Palisaden. Einzige Ausnahme und Zeichen der Nähe zum römischen Imperium: ein Badehaus in Stein im klassischen Stil. Die gesamte Anlage war von einer strengen Hierarchie bestimmt - die einfachen Krieger lebten vor den Toren.

Also kein unzivilisiertes Barbarenlager - wie häufig zu Unrecht angenommen, sondern Regierungssitz mit festgelegten Ämtern. Zum festen Stab gehörten mehrsprachige Diplomaten, kundige Krieger und versierte Jäger.

Unheil in Ravenna

Den Römern zumindest erteilten sie eine Lektion. Als ein neuer Kaiser an die Spitze des Oströmischen Reiches gelangte, stoppte er umgehend die üppigen Tributzahlungen an Attila. So wollte er den Gegner zwingen, einen Krieg anzuzetteln. Noch immer glaubten die Römer, die Hunnen mühelos zu besiegen. Die Außenposten stellten sich auf einen langen Kampf ein. Doch Attila griff nicht an. Vielmehr richtete er sein Augenmerk nach Westen an den Hof Ravenna. Dort braute sich Unheil zusammen.

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