Das Labyrinth von Gizeh

Verbindung von Sphinx und Cheops-Pyramide?

Die Spekulationen um Cheops Grab erreichen einen neuen Höhepunkt, als ägyptische Archäologen im Februar 2000 den Eingang zu einem Schachtsystem entdecken. Legenden ranken sich um den Tunnel, der die Sphinx mit der Pyramide des Cheops verbinden soll.

Schwindel erregend tief führt der Schacht in den felsigen Untergrund. Die Wissenschaftler stoßen auf ein verwinkeltes System von Grabkammern.

Verwinkeltes System

Die erste Ebene ist leer, in der zweiten stehen tonnenschwere Granitsarkophage aus einer späteren Zeit. In der dritten aber entdecken die Ausgräber eine archäologische Sensation. 30 Meter unter der Erde entdecken sie etwas, das man bis dahin für reine Phantasie des griechischen Historikers Herodot gehalten hat. Er erzählt von einem unterirdischen Gemach, in dem Wasser in einem künstlichen Bett eine Insel umfließt. Dort soll Cheops begraben sein.

Zwei wichtige Entdeckungen sind zu verzeichnen: die erste ist, dass es sich um das Grab handelt, das "Herodot" beschrieben hat. Niemand ahnte, dass es tatsächlich existierte, doch ein Sarkophag wurde gefunden. Die zweite Entedeckung ist, dass es sich um ein symbolisches Grab für den Toten-Gott Osiris handelt. Osiris, der auch über das unterirdische Labyrinth von Gizeh regierte. Gilt damit Herodots Geschichte wirklich schon als widerlegt? Nein, meinen viele. Cheops soll ja eine Vorliebe für Rätsel gehabt haben. Es sind noch nicht alle Geheimnisse gelüftet worden, es gibt noch einen Tunnel auf der Westseite. Neun Meter weit konnte man ihm folgen, aber am Ende wird er sehr eng. Mit einer Glasfaseroptik könnte man herausfinden, ob dieser Gang zur Sphinx führt oder nicht.

Langwierige Prüfungen

Einst sollen Priesterschüler durch diese unterirdischen Tunnel von der Sphinx in die Cheopspyramide geschickt worden sein. So geht es aus Schriften alter Mystiker hervor. Mut und Selbstvertrauen wurden auf die Probe gestellt. Furchtbare Ängste und seelische Beklemmungen galt es zu überwinden auf dem Weg zu gähnenden Abgründen, kalten sich verengenden Felsschächten. Langwierige Prüfungen standen vor der Einweihung in die ägyptischen Mysterien. Ist die Große Pyramide ein Tempel der Initiation? So jedenfalls wird es auch in Orden wie den Freimaurern und Rosenkreuzern übermittelt.

Im Sarkophag der Königskammer sollten die Novizen nach Bewährung in todesähnlicher Trance Wissensschätze aus höheren Welten empfangen. In alle großen kosmischen Gesetze des menschlichen Seins und Ursprungs würden sie eingeweiht durch Thoth, den Gott der Weisheit, meist dargestellt als Ibis oder Pavian. Dies sei ein Ort geheimer Mysterien, wo die Menschen zu den Göttern emporwuchsen und die Götter sich zu den Menschen herabließen.

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