Das neue Kuppelkreuz

Von Coventry nach Dresden

Als offizielles Geschenk Großbritanniens und Zeichen der Versöhnung wurde im Jahr 2000 das neue Kuppelkreuz für die Frauenkirche in Dresden übergeben.

Kuppelkreuz Dresdner Frauenkirche
Turmspitze Dresdner Frauenkirche

13. Februar 1945. Britische Bomber fliegen am Abend eine erste Angriffswelle auf Dresden. Der Feuerhagel dauert bis zum nächsten Tag. Die Elbmetropole liegt in Trümmern, etwa 25.000 Menschen sind tot. Das Inferno zerstört auch die berühmte Frauenkirche. Auf den Tag genau 55 Jahre nach Zerstörung der Frauenkirche, am 13. Februar 2000, kam es auf dem Platz vor dem Gotteshaus, das inzwischen wieder aufgebaut ist, zu einem Akt der Völkerverständigung: Dresden erhielt ein mächtiges goldenes Kreuz, das seit seit dem 22. Juni 2004 die Spitze der Kuppel ziert.

500.000 Euro aus dem "Dresden Trust"

Es ist ein offizielles Geschenk Großbritanniens als Zeichen der Versöhnung. Der Nachbau des verloren gegangenen Turmkreuzes wurde ausschließlich aus britischen Spenden finanziert, die der Förderkreis "Dresden Trust" gesammelt hat. Die Nachbildung war bereits im Schloss Windsor, in Coventry, Liverpool, Edinburgh und in der Londoner St.-Pauls-Cathedral zu sehen. Königin Elizabeth II. hatte im November 1998 das Werk dem damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog im Park von Windsor vorgestellt.

Das acht Meter hohe "Versöhnungskreuz" wurde in einer Londoner Kunstwerkstatt von dem Silberschmied Alan Smith gefertigt - sein Vater war 1945 beim Angriff auf Dresden als Flieger im Einsatz. Die Nachbildung des ursprünglichen Kuppelkreuzes gelangt über Coventry - die englische Stadt, die im Zweiten Weltkrieg von Deutschen zerstört wurde - nach Dresden. Herzog von Kent übergab das Kreuz in einer feierlichen Zeremonie. Der weltberühmte Trompeter Ludwig Güttler übernahm mit seinem Ensemble die musikalische Gestaltung der Feier, zu der rund 500 Vertreter des öffentlichen Lebens eingeladen waren.

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