Das Rätsel der Metallkiste

Ein kriminalistisches Puzzle

Weitere Tauchgänge im Toplitzsee sollen das Geheimnis der verschwundenen Dokumente lösen. Vielleicht birgt eine Metallkiste, die Hans Fricke in 80 Metern Tiefe entdeckt hat, das Rätsel um die Depositarliste?

Hans Fricke fragte sich, ob die SS-Angehörigen schon im Jahr 1963 danach gesucht haben. Genau an der Stelle, an der ein Behälter der serbischen Handelsbank geborgen wurde, entdeckte Hans Fricke drei mit Bronzeknöpfen verzierte Metallkisten. Zwei der Metallkisten waren leer, die dritte war verschlossen und ließ sich nur schwer aus dem Sediment lösen.

Ein kriminalistisches Puzzle

Die Metallkiste wies Rostspuren auf, obwohl sie in der sauerstofflosen Zone gelegen hatte. Das deutete darauf hin, dass sie zuerst an Land vergraben gewesen sein könnte. Ein Taucher öffnete vorsichtig die Metallkiste. Doch er fand darin nur einen großen Stein und viele Papierschnipsel. Warum hatte sich jemand die Mühe gemacht, die Kiste mit Papier und einem großen Stein an der tiefsten Stelle des Toplitzsees zu versenken? Wurde der ursprüngliche Inhalt schon heimlich geborgen?

Auf einem der Papierschnipsel konnte Hans Fricke die Jahreszahl 1942 erkennen, auf einem anderen den Namen Dasch. Dasch war ein deutscher Spion, der in den USA zum Tode verurteilt wurde. Auf anderen Papierfetzen fand Hans Fricke Figuren aus einem Cartoon, ein geheimnisvolles Zeichen und eine von Hand geschriebene Zahl - 157. Akribisch wertete er das Filmmaterial aus, scannte jedes Schnipselchen in den Computer ein. Ein Schriftexperte datierte den Druck der Papierfetzen auf die Jahre 1955 bis 1960.

Der Inhalt sorgt für Verwirrung

Hans Fricke durchforstete in der Wiener Nationalbibliothek das Zeitungsarchiv. Zumindest das Rätsel um die Papierfetzen konnte er lösen. Sie stammten aus der österreichischen Ausgabe des "Sterns" vom 4. Januar 1958. Die gezeichneten Figuren waren lediglich Teile eines Cartoons und auch das geheimnisvolle Zeichen, das Fricke anfangs für eine Rune hielt, erklärte sich aus der Karikatur. Was die handgeschriebene, verblichene Zahl bedeutete, blieb ihm weiterhin verborgen.

Der Biologe und Filmemacher Hans Fricke vermutete, dass irgend jemand in der Nachkriegszeit den Inhalt der Metallkiste geborgen hat. Der ehemalige SS-Angehörige, der an der illegalen Tauchaktion von 1963 beteiligt war, könnte Licht ins Dunkel der Geschehnisse bringen, doch er schweigt.

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