Das Schicksal der Überlebenden

Leben für die See

Drei Monate - im Schatten der Finsternis - haben Chase, Lawrence und Nickerson überlebt. Am 18. Februar 1821 schließlich sehen sie einen Hoffnungsschimmer am Horizont, von dem sie nicht einmal mehr zu träumen wagten.

Ihre Prüfung hat ein Ende. Owen Chase hat das Boot 4000 Kilometer übers Meer gesteuert, aber die anderen Boote sind noch überfällig.

Wie im Fieber

Fünf Tage später und 600 Kilometer weiter südlich, rettet ein Walfänger aus Nantucket die letzten beiden Überlebenden: den Kapitän und einen weißen Seemann. Pollard versucht verzweifelt, das Grauen der Meerfahrt abzuschütteln. Wie im Fieber erzählt er die seltsamste und grauenvollste Seefahrergeschichte aller Zeiten. Während sich die Kameraden erholen, rettet der Kapitän eines australischen Seglers die drei Schiffbrüchigen auf Henderson Island. Über drei Monate haben sie von Schellfisch und Beeren gelebt. Mehr Wunder gibt es nicht. Das dritte Boot bleibt verschollen, und mit ihm alle schwarzen Seeleute.

Drei Monate nach seiner Rückkehr geht Kapitän Pollard wieder auf Walfahrt. Mit von der Partie sind auch Thomas Nickerson und Charles Ramsdell. Für sie ist nur ein Leben denkbar: ein Leben auf See. Doch das Schicksal hat sich gegen George Pollard verschworen. Sein Schiff läuft im Sturm bei Hawaii auf einen Felsen und geht unter. Dieses Mal verliert der Kapitän keinen seiner Männer, doch die Karriere auf See hat ein Ende. Pollard wird Nachtwächter auf Nantucket. Kein Reeder vertraut einem Mann, den das Unglück verfolgt, ein Schiff an.

Quälende Erinnerungen

Owen Chase schreibt einen erschreckenden Bericht über die Fahrt der "Essex". Er verärgert die Bürger von Nantucket. Man möchte totschweigen, was nicht sein darf. Chase wird ein erfolgreicher Waljäger. Aber im Alter holen ihn die quälenden Erinnerungen wieder ein. Der Alte Seemann hortet Unmengen Lebensmittel. Geisteskrank verbringt er seine letzten Jahre.

Obwohl Herman Melville Chase' Bericht in seinen Roman verarbeitet, wird die Geschichte vom weißen Mörderwal seinerzeit kaum gelesen. Aber dann wird "Moby Dick" doch noch ein Klassiker der Weltliteratur.




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