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Der goldene Apfel

Wien als Objekt der türkischen Begierde

1453 hatten die muslimischen Osmanen die alte oströmische Kaiserstadt Konstantinopel am Bosporus erobert. Es war erst der Anfang eines ungeheuren Expansionsdranges, der auch vor Europa nicht halt machte.

Jeder Sultan hatte bei der Thronbesteigung zu geloben: "Beim Goldenen Apfel sehen wir uns wieder."

Moslems und Ungläubige

Für den Islam war die Welt zweigeteilt: in die Welt der Moslems und die der Ungläubigen. Pflicht eines jeden Muslim war es, die ganze Welt dem Islam zu unterwerfen. 1683 war Wien der Goldene Apfel, den es zu erobern galt.




Von Konstantinopel aus wollten die Osmanen ein großes Reich schaffen, wie es einst das Römische Imperium gewesen war. Den Balkan und ungarische Gebiete hatten sie schon erobert. Ihre Ziele waren Oberherrschaft und Tribute: Den christlichen Glauben aber ließen sie den unterworfenen Völkern.

Einfallstor nach Westeuropa



Im Nadelöhr zwischen Alpen und Karpaten war Wien das Einfallstor nach Zentraleuropa. Diese strategische Schlüsselposition machte die Stadt zum Hauptangriffsziel der Osmanen. Schon 1529 hatte Sultan Süleyman das erste Mal Wien belagert. Er scheiterte. Im Juli 1683 begann die zweite Belagerung Wiens. Diesmal forderte Kara Mustafa das habsburgische Österreich heraus. Doch Kaiser Leopold I. hatte nicht nur die Osmanen zu Feinden, sondern auch Frankreich.




Nach den Erfahrungen der ersten Türkenbelagerung wird Wien zu einer der modernsten Festungsstädte Europas. Palisaden und ein Wehrgang müssen überwunden werden, ein Kranz von zwölf Bastionen mit 16 Meter hohen Mauern soll die Stadt unangreifbar machen. Als zusätzliches Hindernis vor dem Hauptwall: ein Graben, 20 Meter breit.

Vorbereitungen auf den Angriff

Vorgeschobene Geschützstellungen, Ravelins, halten Angreifer auf Distanz. Von da aus kann die Artillerie das Vorfeld lückenlos unter Beschuss nehmen. Im September 1683 stehen 312 Geschütze auf den Mauern. Aber gegen den unterirdischen Minenkrieg der Türken hilft das wenig.

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