Der Showdown beginnt

Ein Zickzack-Kurs ist die einzige Chance, um der "Venturer" zu entkommen

Die U-864 nähert sich allmählich dem Treffpunkt zum "Rendezvous bei Hellisoy". Noch immer fährt sie mit dem lärmenden Ersatzmotor. Unter Deck weiß jeder, dass die Alliierten das Gebiet aus der Luft und zu Wasser überwachen.

Für die Mannschaft von Kapitän Wolfram lautet das oberste Gebot, Ruhe zu bewahren. Das gilt auch für die Gäste an Bord. Doch der Kommandant muss geahnt haben, dass ihm ein englisches U-Boot im Nacken sitzt. Er sucht nach einer Strategie.

Plötzliche Kursänderung



Aus dem Logbuch der "Venturer" geht hervor, dass Wolfram eine Lösung fand. Navigationsoffizier John Watson und Kapitän Jimmy Launders verfolgen jede Bewegung des deutschen U-Boots. Und sie staunen nicht schlecht über die neueste Meldung des Funkers. Die Deutschen haben plötzlich den Kurs geändert. Was würden sie als nächstes tun?




Doch nach wie vor ist nichts zu sehen. Nur die Geräusche sind deutlich zu hören. Für die Engländer eine heikle Situation. Sie können ihr Ziel nicht anvisieren. Und für den Fall, dass sich zwei feindliche U-Boote unter Wasser begegnen, gibt es keine Vorschriften. Doch plötzlich hat Launders die U-864 in knapp einer Seemeile Entfernung in Sicht. Der ASDIC meldet, dass die Deutschen erneut den Kurs geändert haben und im Zickzack fahren.

Unberechenbarer Kurs

In einem Zickzack-Kurs, der nur schwer voraus zu berechnen ist sieht Kapitän Wolfram die einzige Chance, die hartnäckigen Verfolger vielleicht doch noch abzuschütteln. Ständige Kursänderung und dann schauen, ob der Feind noch folgt, heißt die Devise. Das bordeigene Echolot kann der Deutsche nicht einsetzen. Dafür macht der Ersatzmotor zu viel Lärm. So bleibt ihm nur, mit dem Periskop zu überprüfen, ob seine Taktik aufgeht.




Dann plötzlich hat die "Venturer" die U-864 im Visier - und zwar bei 91 Grad. Ob der deutsche Kapitän seinen Gegner auch gesehen hat, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Jedenfalls hat Wolfram keinen Befehl erteilt, die Engländer anzugreifen. Dies bleibt bis heute ein Rätsel. Denn die U-864 war mit sechs Torpedos besser bestückt als die "Venturer".

Bereit zum Abschuss

Nach zweistündiger Pirsch hat der 24-jährige Jimmy Launders genug erfahren. Die gesichteten Manöver und die georteten Motorengeräusche liefern ihm die Basis, um Route und Entfernung der U-864 zu berechnen. Launders' Plan: Er will den Gegner torpedieren. Die Herausforderung: Er muss den nächsten Kurswechsel vorherbestimmen und blind in diese Richtung feuern.



Wenn die Berechnungen stimmen, kann ein einziger Fächerschuss der "Venturer" das Ende von U-864 besiegeln - und damit auch der "Operation Caesar". Kapitän Launders gibt den Befehl: "Rohr eins, zwei, drei und vier bereit machen zum Abschuss." Das Schicksal nimmt seinen Lauf.

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