Der "wissende Mensch"

Homo sapiens betritt die Bühne

Vor 50.000 Jahren begann ein weiterer Exodus aus Afrika. Diesmal zog der "anatomisch moderne Mensch" in die Welt, zunächst nach Europa und Asien.

Nicht alle Menschen mit modernen Merkmalen zählen zu unseren Vorfahren, doch unser Urahn ist unter ihnen. Homo sapiens, der "wissende Mensch", betritt die Bühne der Evolution.

Uneingeschränkter Herrscher

Vor etwa 40.000 Jahren erinnerten das Klima und die Vegetation Südeuropas ein wenig an das heutige Schottland. Selbst in der Eiszeit war das Leben hier für Pflanzen, Tiere und Menschen relativ angenehm. Seit Zehntausenden von Jahren wird dieser Teil der Welt von Neandertalern bevölkert. Sie leben in familiären Gruppen von 10 bis 15 Personen und wechseln ihren Lebensraum je nach Jahreszeit und Wanderung des Wildes. Der Neandertaler nutzt die unterschiedlichsten Ressourcen und ist uneingeschränkter Herrscher über die Natur.

Doch die Tage der Neandertaler sind gezählt. Innerhalb weniger Jahrtausende werden sie aussterben. Vorher steht ihnen allerdings noch eine erstaunliche Bekanntschaft bevor. Bei der Rückkehr zu ihrer Höhle entdeckt die Gruppe von Eisauge das erste Zeichen. Eisauge glaubt, dass Feinde in der Nähe sind. Er schickt die Gruppe zurück in die Höhle und bleibt selbst mit seinem Bruder zurück, um den Ursprung des Rauches zu untersuchen.

Fremdartige Wesen

Etwas Vergleichbares haben die beiden Späher noch nie gesehen. Menschen leben in winzigen Höhlen aus Häuten und Fellen. Es gibt viele Kinder und Nahrungsvorräte, sogar getrockneten Fisch. Einige Frauen haben Haare hell wie die Sonne und sie fertigen mysteriöse Dinge. Von diesen fremdartigen Wesen haben Eisauge und sein Bruder noch nie etwas gehört. Sie sind in heller Aufregung. Zunächst können sich die Männer nur schwer beruhigen. Eisauge löscht aus Angst vor Entdeckung sogar das Feuer. Schließlich erzählt er aber doch von den Fremden und löst einen Disput über ihre Herkunft aus. Kamen sie vielleicht aus der "anderen Welt"? Aus dem Reich der Toten?

Auch umgekehrt fällt es uns bis heute schwer, den Neandertaler in seiner Fremdheit zu begreifen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet